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Nach Verbalattacke in Hockenheim

Audi und Frentzen trennen sich

Foto: Audi 30 Bilder

Der verbale Rundumschlag beim DTM-Finale in Hockenheim hat Heinz-Harald Frentzen den Job bei Audi gekostet. In einem Gespräch zwischen Motorsportchef Wolfgang Ullrich und Frentzen konnte "keine Basis für eine Erfolg versprechende weitere Zusammenarbeit gefunden werden", teilte das Unternehmen am Montagabend (30.10.) mit.

30.10.2006

Der 39 Jahre alte Rennfahrer hatte sich am Sonntag nach dem Saisonfinale des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) in Hockenheim über seine Behandlung im Team beschwert.

"Die Widerstände, die ich im Laufe des Jahres verspürt habe, sind zu groß, als dass ein weiteres Engagement mit Audi noch Sinn machen würde", erklärte Frentzen. "Die Geschehnisse beim letzten Saisonrennen nach meiner Pole Position in Hockenheim haben insofern nur soweit mit meinem Entschluss zu tun, dass sie für mich lediglich ein Spiegelbild der ganzen Saison waren - aber nicht alleine ausschlaggebend für meine Entscheidung." Nach "reiflicher Überlegung" habe er sich entschieden, den am Ende dieses Jahres auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Dies bedeute jedoch nicht, so Frentzen, dass er sich "als Rennfahrer aus dem Motorsport zurückziehen" werde.

Ullrich hatte bereits am Sonntagabend nach dem Eklat in Hockenheim durchklingen lassen, dass es zur Trennung kommen dürfte: "Gegenseitige öffentliche Beschuldigungen wie von Heinz-Harald im Fernsehen sind nicht der Stil von Audi. Ich bin von seinem Verhalten enttäuscht." Am Montag befasste sich der Vorstand des bayerischen Automobil-Konzerns in Ingolstadt dann mit dem weiteren Vorgehen.

"Leider ist es Heinz-Harald auch bei Audi nicht gelungen, ein DTM- Rennen zu gewinnen", sagte Ullrich am Montag. Man habe sich "mit voller Kraft dafür eingesetzt, dass Heinz-Harald gute Leistungen zeigen konnte". Es sei "schade, dass die Zusammenarbeit nach nur einer Saison nun endet".

Der frühere Formel-1-Fahrer Frentzen wechselte 2006 nach zwei DTM-Jahren bei Opel zu Audi. Der Publikumsliebling konnte allerdings die in ihn gesetzten hohen Erwartungen nicht erfüllen. Statt um den Titel mitzukämpfen, belegte er in der Gesamtwertung nur den siebten Rang und war damit auch nur drittbester Audi-Vertreter. Zwei Podiumsplätze und seine erste Pole-Position zum Abschluss in Hockenheim waren seine besten Resultate.

Frentzen hatte sich nach dem Abschuss durch seinen Teamkollegen Mattias Ekström in der viertletzten Runde des Finallaufes in einem Fernsehinterview bitter über angebliche Benachteiligungen beklagt: "Das zeigt, dass ich nicht sehr beliebt bin im Team. Ich habe die ganze Saison damit schon zu kämpfen gehabt. Innerlich brodelt es in mir." Ullrich hatte schon da die Vorwürfe zurückgewiesen: "Jeder bei Audi Sport und beim Audi Sport Team Abt hat alles dafür getan, dass Heinz-Harald gute Leistungen zeigen kann. Er hatte das gleiche Material wie seine Teamkollegen und die volle Unterstützung der ganzen Audi-Mannschaft in einer für uns alle schwierigen Saison."

Sauer war den Audi-Verantwortlichen auch aufgestoßen, dass Frentzen nach seinen Anschuldigungen der traditionellen Abschlussfeier am Sonntagabend unentschuldigt ferngeblieben war und aus dem Hotel ausgecheckt hatte. Ullrich hatte mehrfach vergeblich versucht, den frustrierten Fahrer telefonisch zu erreichen.

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