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Norbert Haug

DTM muss sich nicht verstecken

Norbert Haug Foto: dpa 23 Bilder

Im Zuge der Autokrise steht auch der Motorsport bei vielen Herstellern auf dem Prüfstand. Zumindest beim Thema DTM gibt es aber bei Mercedes keine Diskussionen. Sportlich will man 2009 wieder voll angreifen.

13.05.2009 Tobias Grüner

Während der Sparzwang in der Formel 1 mittlerweile zum offenen Streit zwischen Teams und Regelhütern geführt hat, ist die DTM dank Sparmaßnahmen in den vergangenen Jahren gut gerüstet. Dank vieler Einheitsteile und einem günstigen Motorenreglement, bietet die höchste deutsche Tourenwagenklasse viel Gegenwert für die Investition. „Die DTM muss sich im internationalen Vergleich nicht verstecken“, erklärte Mercedes Sportchef Norbert Haug.

Programm wurde konzentriert

„In unserem Hause hat die DTM ein enorm hohes Ansehen, bei den Mitarbeitern sowieso.“ Mit einem leicht veränderten Reglement soll die Serie weiter zukunftsfähig gemacht werden. „Mit unserem Willen wurde das Freitagstraining abgeschafft. Das Produkt wird dadurch nicht reduziert, sondern konzentriert“, so der Sportchef kurz vor dem Beginn der zehnten DTM-Saison.

Vorschau DTM Dijon 2009: Matchball für Timo Scheider 4:07 Min.

Auch sportlich soll es 2009 für die Schwaben wieder voran gehen. Konkurrent Audi konnte sich in den letzten Jahren den Titel schnappen und hat nun den Hattrick angekündigt: „Das würde mich auch wundern, wenn die sagen würden, zwei Titel sind genug“, reagiert Haug gelassen auf die Kampfansage aus Ingolstadt. „Ich bin aber nicht der Vorhersagespezialist.“

Angriff von Beginn an

In der letzten Saison hat Mercedes vor allem in der ersten Saisonhälfte ein paar Schwächen gezeigt. Die verlorenen Punkte waren am Ende im Kampf gegen Timo Scheider nicht mehr aufzuholen. 2009 will Mercedes von Beginn an voll angreifen: „Wir haben alles getan, was technisch möglich ist, um ohne Probleme in die DTM-Saison zu starten.“ Dabei zeigte Haug auch den Respekt vor dem amtierenden Champion: „Wir haben Timo Scheider letztes Jahr schon gelobt. Er war der einzige, der uns mit seinem Auto geschlagen hat.“

Mit vier Punkten Vorsprung gewann der Lahnsteiner am Ende vor Paul di Resta. Auch wenn Audi zweimal den Titel gewonnen hat, fordert Haug die Leistung der eigenen Mannschaft nicht zu vergessen. „Wir haben zusammengerechnet in den letzten beiden Jahren mehr Siege geholt. Der Titel war jeweils machbar.“

Schumacher im Neuwagen

In leicht veränderter Formation soll es nun aber endlich mal wieder klappen. Ralf Schumacher sitzt 2009 in einer aktuellen C-Klasse. Jamie Green wurde dafür zum Jahresfahrer degradiert. „Wir wollten Ralf eine Aufstiegschance geben“, begründete Haug den Schritt. „Jamie Green hat seine Chance und wird sie auch weiter bekommen. Ich denke, wir werden dieses Jahr viel sehen von ihm.“ Zu Schumacher wollte der Silberpfeil-Chef keine Prognosen abgeben: „Die Bäume werden nicht in den Himmel wachsen. Ralf hat jetzt aber die Ausrüstung um vorne mitzukämpfen.“

Damit die Jahreswagen-Piloten in dieser Saison mehr Chancen auf Punkte haben, wurde ihr Gewichtsvorteil um zehn Kilogramm erhöht. „Das soll zu einer größeren Dichte führen.“ Haug fügte dabei an, dass bei Siegen der Neuwagen die Schere noch weiter auseinandergeht. „Sollte das nicht ausreichen, werden wir den Abstand schneller als noch 2008 weiter vergrößern.“ Der 56-Jährige kritisierte dabei, dass in der Vergangenheit zu spät reagiert wurde.

Gute Mixtur in der DTM

Darin dass 2009 gleich zwölf Audi-Fahrzeuge gegen nur acht Mercedes antreten hat Haug kein Problem. „Von den vier zusätzlichen Autos sind drei in privater Hand. Werksseitig hat Audi also nur ein Auto mehr. Ich denke wir haben momentan eine gute Mixtur.“ Bei Mercedes habe es solche Anfragen nicht gegeben. Außerdem habe die Erfahrung gezeigt, dass es schwierig sei, auf dem hohen Niveau der DTM erfolgreich mitzufahren.


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