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Norisring

Mercedes-Duo siegt in Nürnberg

Foto: Mercedes 39 Bilder

Update: Paffett ausgeschlossen ++ Mercedes-Pilot Jamie Green hat den fünften Saisonlauf im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) auf dem Norisring gewonnen. Der Engländer gewann am Sonntag (29.6.) vor seinem Markenkollegen Bruno Spengler. Dritter wurde als bester Audi-Pilot Timo Scheider, der damit seine Führung in der Gesamtwertung mit einem Punkt vor Green verteidigte.

29.06.2008

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„Das war ein überlegener Doppelsieg. Wir haben das Feld von der Spitze kontrolliert“, jubelte Mercedes-Sportchef Norbert Haug nach dem Erfolg auf dem einzigen Stadtkurs der DTM vor 140.000 Zuschauern. Damit hat Mercedes hat seine Vorherrschaft im „Audi-Land“ - nur 90 Kilometer von Ingolstadt entfernten – behauptet und zum sechsten Mal in Folge auf dem 2,3 Kilometer kurzen Kurs gesiegt.

Green war nach seinem zweiten Saisonsieg einfach nur happy. „Ich wollte gewinnen und alles richtig machen“, sagte der Engländer. Gleich am Start überholte der 26-Jährige den von der Pole Position gestarteten Spengler und gab diesen Vorteil nicht mehr ab. „Es war ein Glücksfall, dass ich einen guten Start erwischt habe. Heute habe ich gute Fortschritte gemacht“, meinte Green. Nach 74 Runden über die Gesamtdistanz von 170,2 Kilometern hatte er mit seiner Siegerzeit von 1:01:27,700 Stunden einen Vorsprung von 0,467 Sekunden vor dem in den beiden Vorjahren auf dem Norisring erfolgreichen Spengler.

Audi konnte sich nicht in Szene setzen

Während Fahrer und Verantwortliche im „Stern“-Lager zufrieden strahlten, konnte sich Audi vor der eigenen Haustür wieder einmal nicht wie erhofft in Szene setzen. „Es war ein harter Kampf bis zum Schluss. Wenigstens haben wir einen Fahrer auf dem Podium“, sagte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich. Dabei hatte Audi für spezielle Tests eigens auf einem Flugplatz den Norisring simuliert, um erstmals nach dem Sieg von Mattias Ekström 2002 endlich wieder Stärke vor den eigenen Fans zu demonstrieren. „Es tut besonders weh, wenn man da, wo sehr viele eigene Mitarbeiter an der Strecke sind, nicht zum Zuge kommt“, hatte Ullrich schon gesagt, nachdem Mercedes im Qualifying die vorderen drei Startplätze erobert hatte.

Im Rennen konnte Audi wenigstens die Führung im Gesamtklassement verteidigen. In der letzten Kurve überholte Scheider urplötzlich Mattias Ekström (Schweden) und rettete mit nun 32 Punkten gerade noch die Spitze im Gesamtklassement vor Green (31). „Ich habe meinen Start komplett versaut. Entschuldigung an Audi. Zum Glück konnte ich am Ende noch durchschlüpfen und den dritten Platz erben. Danke an Eki, dass er so fair gefahren ist“, sagte Scheider.

Ein bitteres Ende nahm das Rennen auf dem nur 2,3 Kilometer langen und damit zweitkürzesten DTM-Kurs für Mercedes-Mann Ralf Schumacher. Von seiner bisher besten Startposition elf ins Rennen gegangen, lag der Kerpener wenige Runden vor Schluss auf einem guten neunten Rang, als ein technischer Defekt seinen Vorjahres-Mercedes stoppte. „Ralf Schumacher war auf einem sehr, sehr guten Weg. Er macht sich als DTM-Lehrling immer besser“, lobte Haug den DTM-Neuling. Ob Schumacher auch im kommenden Jahr in der populären Rennserie an den Start gehen will, ließ er einen Tag vor seinem 33. Geburtstag aber weiter offen. „In fünf bis sechs Wochen“ wolle er mit Haug über eine mögliche Fortführung seines DTM-Engagements sprechen.

Paffett nachträglich ausgeschlossen

Nachträglich wurde am Sonntagabend Mercedes-Pilot Gary Paffett von der Wertung zum DTM-Lauf am Norisring ausgeschlossen. Bei der Untersuchung seines Fahrzeugs stellten die Technischen Kommissare fest, dass die AMG C-Klasse nicht das erforderliche Gewicht von 1.045 Kilogramm, sondern drei Kilogramm weniger auf die Waage brachte. Mit dem Ausschluss von der Wertung verliert Paffett die vier Punkte für den erreichten fünften Platz. Durch seine Disqualifikation rückten die nachfolgenden Fahrer auf, was Mathias Laude in die Punkteränge auf Platz Acht bringt.

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