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Paul di Resta

Ein Schotte auf dem Höhenflug

Paul di Resta Foto: xpb 27 Bilder

Paul di Resta glänzte in Hockenheim mit seinem dritten DTM-Sieg in Folge. Das gelang zuletzt 1993 einem DTM-Fahrer. Daneben knöpfte er Bruno Spengler die Tabellenführung ab. Dem Schotten wachsen momentan Flügel.

17.10.2010 Bianca Leppert

Paul di Resta hat einen Run, wie man so schön sagt. Noch zur Saisonmitte sprach man von diesem Run bei Bruno Spengler. Doch bei noch zwei verbleibenden DTM-Rennen hat sich das Blatt gewendet. Di Resta führt nun mit drei Punkten Vorsprung vor Spengler die Meisterschaft an.

In Brands Hatch begann seine Erfolgsserie

Bei seinem Heimrennen in Brands Hatch legte di Resta den Schalter um. Dort startete die Erfolgsserie des wortkargen Schotten mit dem Hattrick aus Pole-Position, schnellster Rennrunde und Sieg. In Oschersleben führte er dieses Kunststück fort. In Hockenheim verhinderte lediglich Timo Scheiders Pole-Position das erneute Triple. Der 24-Jährige ist in der Form seines Lebens.
 
"Gestern war es ein wenig schwierig und ich war enttäuscht", meint er. "Aber positiv war, dass ich vor Bruno ins Rennen gegangen bin. Die Boxenstopps und die Strategie waren heute unglaublich. Ein großes Dankeschön an das Team."

Spätstopp-Strategie führte zum Erfolg

Di Resta und seine Mannschaft setzten im Vergleich zur Konkurrenz auf späte Stopps in Runde 26 und 34. Somit blieb ein extrem kurzer zweiter Stint, in dem di Resta eine schnelle Runde nach der anderen raushaute, um die Führung nach dem zweiten Pflichtstopp zu behalten. Dabei war sich der Mercedes-Pilot seiner Sache aber keineswegs sicher. "Ich habe mir ein wenig Sorgen gemacht, denn es war schwierig den Vorsprung zu beurteilen. Das Team sagte mir immer nur 'Einfach weiter so'." Nach seinem zweiten Stopp kam er mit knappem Vorsprung vor Timo Scheider auf die Strecke. Der musste anerkennen: "Paul fuhr in seiner eigenen Welt."
 
Mercedes-Sportchef Norbert Haug wollte für diesen Schachzug aber gar kein Lob hören. "Wenn man den besseren Speed hat, dann ist man flexibel", sagte er. "Da ist meist nicht die Strategie entscheidend, sondern der Speed in den einzelnen Stints."

Di Resta in Bestform

Bleibt der Speed von di Resta so überragend wie in Hockenheim, wird es für Spengler und Gary Paffett schwierig, ihn zu stoppen. Di Resta selbst ist aber noch vorsichtig mit Prognosen. "Es gibt noch 20 Punkte zu holen. Es sind noch zwei lange Rennen. In Adria bin ich noch nie gefahren und habe noch nicht einmal das Layout der Strecke gesehen."
 
Aber auch das dürfte für den Youngster in seiner derzeitigen Verfassung kein Problem sein. Selbst sein lang gehegter Traum vom Formel 1-Einstieg scheint für den Force India-Tester in greifbare Nähe gerückt zu sein. "Er hätte es verdient", meint sein Boss Haug. "Aber es liegt nicht in meiner Hand."

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