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Reifen-Wechsel bei der DTM?

Geheimtest mit Hankook in Hockenheim

Hankook Motorsport-Reifen Foto: xpb 27 Bilder

Hankook will Dunlop als Reifenlieferant der DTM ablösen. Vor dem Wechsel wollten die Ingenieure die Qualität der neuen koreanischen Gummis testen. Dazu wurde in Hockenheim ein Geheimtest mit Mattias Ekström, Bruno Spengler und Gary Paffett durchgeführt.

18.10.2010 Claus Mühlberger

Hankook hat den ersten Schritt zum neuen DTM-Reifen geschafft. Am Tag nach dem Deutschland-Finale stand in Hockenheim ein Test der besonderen Art an. Unter strikter Geheimhaltung drehten die Audi-Fahrer Mattias Ekström und die beiden Mercedes-Piloten Bruno Spengler und Gary Paffett emsig ihre Runden. Das Besondere dabei: Erstmals seit elf Jahren drifteten DTM-Autos nicht auf Reifen von Dunlop sondern auf Gummis von Hankook.

Fragezeichen hinter Hankook-Qualität

Der koreanische Hersteller versucht mit Macht, sein Image auf Hochglanz zu polieren. Ein DTM-Einstieg wäre dazu ein probates Mittel. Doch bevor die Techniker der DTM-Teams ihr Einverständnis zu einem möglichen Wechsel des Reifenpartners geben, wollten sie sehen, wie sich die Hankook-Pneus auf ihren Autos verhalten.

Besonders wichtig ist es die Frage zu klären: Kann Hankook gleichbleibende Qualität liefern? Schließlich soll keiner in der DTM durch einen Glücksgriff bei den Reifen einen Vorteil ziehen.

DTM-Reifen zum Nulltarif

Im Fahrerlager raunt man sich zu, dass Hankook den DTM-Bossen ein sehr interessantes Angebot gemacht haben soll. Angeblich liefern die Koreaner ihre Reifen gratis. Dunlop ließ sich die rund 9.000 Reifen, die in einer DTM-Saison verbraucht werden, in den letzten  Jahren teuer bezahlen, mit etwa 360 Euro pro Stück. Daraus errechnet sich eine Summe rund 3,2 Millionen Euro. Ein Wechsel zu Hankook würde also das Budget von Audi und Mercedes spürbar entlasten.

Hankook soll auch bereit sein, eine erkleckliche Sponsorensumme an den Promotor ITR e.V. zu zahlen. Die Rede ist dabei von etwa drei Millionen Euro pro Jahr, genauso viel, wie Dunlop bislang angeblich für sein DTM-Engagement berappt hat.

Hankook verbucht Erfolge im Sportwagenbereich

Hankook ist im Motorsport kein unbeschriebenes Blatt. In diesem Jahr holte das Farnbacher-Team mit einem Ferrari F430 den zweiten Platz in der GT2-Klasse beim 24-Stunden von Le Mans, nur knapp hinter einem Michelin-bereiften Semi-Werks-Porsche. Bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring wurde der Farnbacher-Ferrari hinter einem Werks-BMW sogar Zweiter im Gesamtklassement.

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