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Rennanalyse DTM Oschersleben

Audis gemütlicher Durchmarsch

Timo Scheider Foto: DTM 25 Bilder

Audi feierte in einem unspektakulären Rennen in Oschersleben einen Dreifach-Sieg. Aber war es wirklich so einfach für Timo Scheider? Und machte das Gewichtshandicap von Mercedes so viel aus? Die Antworten lesen Sie in unserer Rennanalyse.

03.08.2009

Verbrachte Timo Scheider an der Spitze des Feldes einen gemütlichen Nachmittag?

Von außen betrachtet hatte es Timo Scheider nach Tom Kristensens Patzer beim Start nicht allzu schwer, den vierten DTM-Sieg seiner Karriere sicher zu stellen. Der Eindruck täuschte nicht. "Ich habe mich extrem auf den Start konzentriert", berichtete der Titelverteidiger. "Danach bin ich meinen Stiefel runtergefahren, konnte mein Tempo einteilen und einen gleich bleibenden Abstand zu Mattias bewahren. Es sah einfach aus, war aber heiß - wegen der Temperaturen im Cockpit. Auf die Reifen musste ich aufpassen. Mein Ingenieur hat mich ein paar Mal ermahnt aufzupassen und die Reifen nicht allzu hart ranzunehmen."

Oschersleben ist für Scheider, der nach Aussage seines Chefs Wolfgang Ullrich lange als "Podiumsverweigerer" galt, das Eldorado.

"In Oschersleben hat letztes Jahr alles angefangen", sagte Timo Scheider ein paar Tage vor dem Rennen. Vor 15 Monaten holte der Audi-Fahrer seinen ersten Sieg in der DTM - und am Ende des Jahres war er Champion. "Ich krieg immer noch Gänsehaut, wenn ich daran zurückdenke."

War nur das Gewichtshandicap an der Niederlage für Mercedes Schuld?

Nach drei Mercedes-Siegen in Folge mussten die C-Klassen des Jahrgangs 2009 in der Magdeburger Börde 20 Kilo zusätzlich an Bord nehmen. So verlangt es das Reglement. "Rechnerisch entspricht dies knapp vier Zehntelsekunden", erläuterte Norbert Haug. "So ist das Spiel nun mal in der DTM." Der Mercedes-Sportchef räumte aber auch freimütig ein: "Auch gewichtsbereinigt hätten wir wohl kaum gewonnen."

Zwar kam das Mercedes-Duo Paul di Resta und Gary Paffett auf den Plätzen vier und fünf jeweils mit nur rund 17 Sekunden Rückstand auf Sieger Timo Scheider im Audi ins Ziel. "Man kann aber annehmen, dass die Audi nicht gerade mit dem letzten Einsatz gefahren sind", meinte Haug. "Doch für uns sind diese Platzierungen wie ein kleiner Sieg, zumal Gary nun Halbzeitmeister ist."

Was war nur mit Tom Kristensen los?

Für Tom Kristensen liegt anscheinend ein Fluch auf der Strecke von Oschersleben: Fünf Mal ging der Däne in Oschersleben an den Start, dreimal versemmelte er denselben. Dies, obwohl er die Strecke "wirklich gern mag", wie er stets betont. 2005 stand er in der Motorsport Arena zum ersten Mal in seiner DTM-Karriere auf dem besten Startplatz. Er würgte den Motor ab. 2006 hielt er sich an gleicher Stelle schadlos: Er gewann von der Pole-Position aus.

2008 passierte Kristensen, auf Startplatz zwei stehend, der nächste Lapsus. Diesmal fabrizierte er einen Frühstart, wie er deutlicher kaum hätte sein können. "Im letzten Jahr war der Tom ja schon in der ersten Kurve, als alle anderen noch standen", erinnert sich Sportchef Ullrich.

Diesmal wurde dem 42-Jährigen eine kleine Nachlässigkeit beim Einparken in der Startbox zum Verhängnis. Weil sein weißer Audi ein paar Zentimeter zu weit vorne stand, brummten ihm die Sportkommissare eine Durchfahrtsstrafe auf. Unter diesen Umständen konnte der Le Mans-Rekordsieger froh darüber sein, am Ende noch Platz acht erreicht zu haben."Ich verlor wohl die Konzentration während eines Funkkontakts", erklärte Kristensen sein Pech. "Aber die Strafe passt meiner Meinung nach nicht zum Vergehen. Sie war zu hart."

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