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DTM-Rennanalyse Hockenheim

Mercedes chancenlos beim Auftakt

DTM Eröffnungsrennen 2009 Foto: DTM 34 Bilder

Der DTM-Saisonauftakt in Hockenheim ließ einige Fragen offen. Warum war Ekström eigentlich unschlagbar? Und warum war Mercedes beim Heimrennen nicht siegfähig? In unserer Rennanalyse liefern wir die Antworten.

18.05.2009

Warum konnte Tom Kristensen seinem Teamkollegen Mattias Ekström nicht folgen?

Tom Kristensen freute sich zwar herzlich über den vierten DTM-Sieg seiner Karriere, aber der Däne blieb auf dem Teppich, wohl wissend, dass er den Triumph nur dem Umstand zu verdanken hatte, dass der ungefochten führende Mattias Ekström kurz vor Schluss einen Platten hatte. "Mattias hätte den Sieg verdient gehabt", räumte der Däne ein.

DTM-Auftakt 2009: Das 1. Rennen in Hockenheim 3:16 Min.

Ekström legte den Grundstein zu seinem Beinahe-Sieg im Training: Zum einen mit einer Bestzeit in der Qualifikation, zum anderen durch geschicktes Reifensparen. Der Schwede legte sich einen frischen Satz Dunlop-Slicks für das Rennen zur Seite. Auf frischer Gummiware fuhr er im ersten Stint einen beruhigenden Vorsprung auf seine Verfolger heraus, die allesamt auf gebrauchten Reifen losbrausten. Vor dem ersten Boxenstopp in der 13. Runde hatte Ekström fast fünf Sekunden Zeitpolster auf seine Verfolger - ein in der DTM fast uneinholbarer Vorsprung, sofern nichts Außergewöhnliches passiert.

Wieso wurde der Zweitplatzierte Timo Scheider nicht disqualifiziert?

Der schwarze Audi des Zweitplatzierten Timo Scheider kam am Haken des Abschleppwagens in den Parc Fermé. "Das heißt Disqualifikation", riefen sofort einige, die das DTM-Reglement genau zu kennen glaubten. Falsch geraten: In den Statuten ist nicht die Rede davon, wie ein DTM-Auto in den Parc Fermé gelangt. Es muss allerdings mindestens ein Liter Benzin an Bord sein, damit die Kommissare gegebenenfalls eine Sprit-Analyse durchführen können. "Wir haben befürchtet, dass ich beim Tankstopp ein bisschen wenig Benzin mitbekommen habe", erzählte Titelverteidiger Scheider später. "Deswegen hat mir mein Ingenieur die Anweisung gegeben, sofort nach der Zieldurchfahrt den Motor abzustellen."
 
Wie ernst ist die Lage bei Mercedes?

Der beste Mercedes-Fahrer auf Platz fünf - ein derart kümmerliches Ergebnis gab es in der DTM schon lange nicht mehr für Mercedes. "Wir sind unter Wert geschlagen worden", klagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug nach dem Vierfach-Sieg für Audi.

Schnellster der C-Klasse-Piloten war Bruno Spengler. In seiner schnellsten Runde war er nur knapp zwei Zehntelsekunden langsamer als die schnellsten Audi. Doch was ist diese Zeit Wert? Die siegreichen Audi-Fahrer, die das ganze Rennen nicht unter Druck standen und deswegen möglicherweise nicht das allerletzte aus ihren Autos herausgepresst haben, schweigen bei entsprechenden Nachfragen. Einige gestatten sich sogar ein feines Lächeln.

di Resta rettet Mercedes-Ehre
 
Spenglers Eiltempo brachte ihn zwar von der letzten Startreihe auf Platz fünf nach vorne. Doch dann war Schluss: Radaufhängung gebrochen, als Folge eines Gerangels am Start. So rettete Paul di Resta als Fünfter im Ziel die Mercedes-Ehre. Zwei Runden vor Schluss, als der einsame Spitzenreiter Ekström noch seine Runden drehte, hatte der Schotte einen Rückstand vor 31 Sekunden auf den Schweden, war also pro Runde durchschnittlich um mehr als acht Zehntelsekunden zu langsam. Warum: Auch drei Stunden nach dem Zieleinlauf hatte man dafür im Mercedes-Camp noch keine schlüssige Erklärung. "Erst mal gründlich alle Daten analysieren", sagte Technikchef Gerhard Ungar.

Schumacher und Co. ohne Fortune

Weder Ralf Schumacher noch Gary Paffett, die restlichen Fahrer des 2009er-C-Klasse-Quartetts, hatten Gelegenheit, ihr  Können zu zeigen: Der Brite verlor in der ersten Runde die Fronthaube und musste aufgeben. Obendrein wurde Paffett  wegen der "Vermeidbarkeit der Kollision" mit dem Abzug von fünf Startplätzen beim nächsten Rennen bestraft. Schumacher hatte einfach das Pech, dass Paffetts Haube ausgerechnet auf seinem Auto landete. Er musste zur Reparatur an Box und war noch diesem frühen Handicap nicht unglücklich, noch Platz neun erobert zu haben.
 
Die Schadensanalyse bei Mercedes zeigt viele Parallelen zu 2008. Auch vor einem Jahr ging der Saisonstart gründlich in die Hose. Doch schon beim dritten Rennen waren die Stuttgarter wieder auf Ballhöhe und holten den ersten Sieg des Jahres.

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