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DTM Nürburgring 2017

2 Mercedes-Siege, Ekström weiter vorn

Lucas Auer - Mercedes - DTM - Nürburgring 2017 Foto: xpb

Mercedes feierte am Nürburgring einen Vierfach- und einen Doppelsieg. Während BMW eine gute Chance verpasste, die Party zu stören, fuhr Audi hinterher. Mattias Ekström führt weiter die Meisterschaft an.

11.09.2017 Michael Bräutigam

Nürburgring ist Auer-Land. Drei Mal in vier Rennen sicherte sich der junge Österreicher 2015 und 2016 die Pole Position in der Eifel. Auch diesmal grüßte der Mercedes-Pilot vom vordersten Platz, als es ins erste Rennen ging. Er kam auf abtrocknender Strecke im Qualifying als letzter Pilot vor Fallen der Zielflagge nochmal über den Strich und schubste BMW-Pilot Marco Wittmann von der Pole.

Pünktlich zur Startaufstellung öffnete der Himmel über dem Nürburgring die Schleusen und es ging mit Regenreifen ins Samstagsrennen. Augusto Farfus katapultierte sich mit einem Traumstart vom vierten Startplatz aus an die Spitze und zog unwiderstehlich davon.

BMW-Pilot Farfus verliert Reifenpoker

Auer auf Platz zwei hatte auch mit seinem im Regen sonst so starken Mercedes keine Chance, mit dem Brasilianer mitzuhalten. Spannend wurde es dann, als entlang der Ideallinie die ersten trockenen Spuren zu sehen waren. Es galt, den richtigen Zeitpunkt für den Reifenwechsel abzupassen. Als erste „Versuchskaninchen“ stellten sich nach 15 Runden Mike Rockenfeller und Nico Müller bei Audi sowie Tom Blomqvist bei BMW zur Verfügung. Zwei Runden später war die Hälfte des Feldes umbereift.

Farfus an der Spitze wartete noch eine Runde länger – und verspielte so den möglichen Sieg. Just in dem Moment, als er die Box zum Reifenwechsel aufsuchte, gab es die nächste Streckendusche. Kurios: Auch der in der gleichen Runde, aber ein paar Sekunden später stoppende Mattias Ekström bekam die profillosen Hankook-Pneus.

Robert Wickens - Mercedes - DTM - Nürburgring 2017 Foto: xpb
Robert Wickens gewann das Sonntagsrennen in der Eifel.

Farfus hielt drei Runden durch, ehe er wieder die Nassreifen aufziehen ließ und so wenigstens noch Platz acht holte. Rallycross-Weltmeister Ekström versuchte es zwei Runden länger, musste dann aber auch nachgeben. Für ihn reichte es so nur für den 15. Rang im ersten DTM-Rennen am Nürburgring.

Noch nicht gestoppt hatten die Top 7: Auer, Di Resta, Wickens, Engel, Rast, Green und Mortara – die waren genau in dieser Reihenfolge auch am Ende die sieben Erstplatzierten. Wobei Di Resta im Sinne der Meisterschaft noch Markenkollege Auer kurz vor Schluss passieren ließ.

Audi mit Gewichtsnachteil

Nach der ersten Runde lagen im Sonntagsrennen die sechs Audi auf den letzten sechs Plätzen. Im trockenen Qualifying hatte eine halbe Sekunde auf Pole-Mann Wittmann gefehlt, was ziemlich genau auf die 25 Kilogramm Handicap der Audis gegenüber BMW umgerechnet werden kann.

Auch ohne Regen und mit 15 Kilogramm mehr stellte sich Mercedes im Rennen stärker heraus als BMW. Wittmann, der von der Pole-Position aus im Rennverlauf auf Platz drei durchgereicht wurde, beklagte sich über Graining. Robert Wickens fuhr seinen ersten Saisonsieg ein, während Di Resta wie am Vortag Zweiter wurde.

Bei Audi splittete man die Strategie: Zwei Runde-eins-Stopper (Rockenfeller/Rast), zwei lange Stints (Ekström/Green) und zwei extrem lange Stints (Müller/Duval), wobei letztere als Betriebsbremsen fungierten, um Ekström und Green so weit wie möglich nach vorzuspülen. Das klappte: Ekström sammelte auf Platz sechs wichtige Zähler und baute die Gesamtführung sogar aus, weil Auer sich auf Platz zwei liegend ohne Fremdverschulden ins Aus drehte: Am Ende wurde es Position 13 für ihn.

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