Die DTM fährt in Brands Hatch auf der extrem kurzen Indy-Variante. Trotzdem ist das Durchschnittstempo auf der süd-östlich von London gelegenen Strecke relativ hoch, was zu einer sehr hohen Rundenanzahl von über 80 Umlaufen führt.
Die größte Schwierigkeit besteht für die Piloten im großen Höhenunterschied. Nach dem höchsten Punkt der Strecke auf der Start-Ziel-Gerade geht es im ultraschnellen Paddock Hill Bend mit rund 170 km/h in eine Senke. Nach der Bergauf-Passage folgt mit der Druids-Kehre der langsamste Streckenabschnitt, der mit 80 km/h im zweiten Gang durchfahren wird. Beim Anbremsen wird das Auto sehr leicht, die Räder neigen dazu stehenzubleiben.
Nach der Haarnadel führt die Strecke wieder leicht bergab in zwei Linkskurven - die einzigen beiden Linkskurven in Brands Hatch - bevor die langgezogene Rechtskehre zurück auf Start-Ziel folgt. Wegen der hohen Zahl an schnellen Rechtsbögen verglich Le Mans-Rekordchampion eine Runde in Brands Hatch einst mit einem Trockner im Schleudergang.
Die schnellen Kurven lassen allerdings kaum Angriffe auf den Gegner zu. Nur wer sich auf der langen Start-Ziel-Geraden bei rund 245 km/h an den Vordermann heransaugen kann, hat die Möglichkeit beim Einlenken in die erste Kurve ein riskantes Manöver zu starten. Ansonsten muss man wohl oder übel auf einen Fehler der Konkurrenz warten oder versuchen über die Boxenstrategie Boden gutzumachen.



