Die landschaftlich sehr sehenswerte Piste nahe Florenz ist bei den Piloten sehr beliebt. Bei milden Temperaturen wird hier meist zu Beginn der Saison Station gemacht, um das wechselhafte Frühlingswetter in Deutschland zu umgehen. Auch für die Winter-Testfahrten wurde die 5,245 Kilometer lange Strecke bereits genutzt.
Das im Ferrari-Besitz befindliche „Autodromo Internazionale di Mugello“ bietet von Layout her viel Abwechslung. Sanft schmiegt sich das Asphaltband in die hügelige Toskana. Die kurvige Berg- und Talfahrt verlangt von den Piloten ganzes Können. Auch bei der Abstimmung der Autos ist ein gutes Händchen gefragt. Eine gute Balance ist vor allem deshalb wichtig, um die Reifenbelastung in Grenzen zu halten.
Auf der über einen Kilometer langen Geraden vorbei an Start-Ziel besteht die Möglichkeit von Windschattenduellen bei Tempo 260 km/h. Die langgezogene Zweite-Gang-Rechtskurve im Anschluss bietet mit allerdings nicht die allerbesten Voraussetzungen für Überholmanöver. Auch auf dem Rest der Runde sind direkte Angriffe in den vielen schnellen Ecken meist mit viel Risiko verbunden.
So ist es auf der anspruchsvollen Strecke oftmals sinnvoller, wenn der Verfolger einfach auf einen Fehler des Vordermannes wartet. In den vielen blinden Kurven besteht ständig die Gefahr eines Verbremsers. Auch wer seine Reifen im direkten Duell zu stark fordert, droht am Ende zum leichten Überholopfer zu werden.
Auch die Balastverteilung ist durch die besondere Charakteristik ein größerer Faktor als auf anderen Strecken. Die Länge der Strecke sorgt zudem für eine anspruchsvolle Qualifikation. Nur die italienischen Zuschauer wissen den Reiz von Mugello nicht so recht zu schätzen. 2008 kamen nur 15.000 Besucher zum DTM-Gastspiel.



