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Vorschau DTM

Auf ein Neues

Foto: Wilhelm 35 Bilder

Am 9. April erlischt die Startampel in Hockenheim und läutet eine neue DTM-Saison ein. Äußerlich nahezu unverändert präsentieren sich die neuen Autos. Erstmals fahren in der DTM Fahrzeuge aus drei Jahrgängen - und seit 15 Jahren wieder zwei Frauen.

04.04.2006

Neue Ausgangssituation: Nur noch zwei Hersteller treten gegeneinander an. So wenige Marken gab es in der DTM noch nie. Opel hat seine Vectra GTS eingemottet und somit dem möglichen Einsatz durch Privatteams entzogen. Doch wird die Marke mit dem Blitz, die in den vergangenen fünf Jahren in 51 Rennen nur fünf Mal eine Podest-Platzierung verbuchen konnte, wirklich vermisst? Zu intensiv tobt der Zweikampf zwischen Mercedes und Audi. Die beiden führenden deutschen Automobilhersteller lassen ein Duell mit großer Tradition neu aufleben, das schon vor 70 Jahren zu Zeiten der legendären "Silberpfeile“ die Zuschauer begeisterte.

Bei Audi hofft man, den Anschluss an Mercedes gefunden zu haben. Der sehr extrem konstruierte A4 aus dem Vorjahr überraschte seine Piloten mit kritischem Fahrverhalten.
Ob es mit dem Evolutionsmodell des A4 besser geworden ist? Die Audi-Piloten zeigten sich zumindest bei den Testfahrten in Vallelunga zufrieden, auch Heinz-Harald Frentzen.

Hat Mercedes nur geblufft?

Der ehemalige Formel 1-Vizeweltmeister ist nicht der einzige Audi-Neuzugang: Timo Scheider ist nach einem erfolgreichen Jahr in der FIA GT-Meisterschaft wieder mit von der Partie. Er fährt im Team Rosberg, das ebenfalls nach einem Jahr DTM-Pause wieder dabei ist. Auch das ehemalige Opel-Team Phoenix setzt zwei Vorjahres-A4 ein. Mit Christian Abt und Pierre Kaffer möchte Teamchef Ernst Moser "bei jedem Rennen in die Punkte“.

Mercedes hatte mit seiner Vorjahres-C-Klasse eine hervorragende Basis. Fast hatte man den Eindruck, Gary Paffett und Co. hätten mit den Audi-Piloten nur gespielt, um dann im entscheidenden Moment erbarmungslos zuzuschlagen. Bei den Vallelunga-Tests waren die Autos von H.W.A.-Technikchef Gerhard Ungar an jedem Tag die schnellsten. Man fragte sich in Affalterbach: Sind wir so gut? Oder blufft Audi einfach besser? Bernd Schneider markierte die Gesamtbestzeit. Bei den späteren Tests in Brands Hatch lagen dagegen die Audi vorn.

Während Jean Alesi letztmals DTM fährt, debütieren fünf Fahrer. Vanina Ickx und Susie Stoddart wollen in zwei Jahre alten Autos - 40 Kilogramm leichter als die ‘05er-Modelle - das Mittelfeld ärgern. Erstmals seit 1991 fahren somit zwei Frauen in der DTM. Gleichfalls großes Interesse gilt Weltmeister-Sohn Mathias Lauda, der ebenfalls ein Auto aus der Saison 2004 fährt. Daniel la Rosa ist mit 20 Jahren der Jüngste im Starterfeld.

Neuer Quali-Modus

Die wichtigste Neuerung für die Saison 2006 betrifft das sportliche Reglement. Der Qualifikationsmodus entspricht nun nahezu dem der Formel 1: Nach dem Shootout-Prinzip ist das Zeittraining in drei Sektionen unterteilt (à 14 Minuten, zehn Minuten und letztlich sieben Minuten). Die Pausen dazwischen betragen jeweils sieben Minuten. Nach der ersten Sektion fallen die langsamsten sechs durch den Rost. Nach dem zweiten Teil ist wiederum für die sechs langsamsten Endstation. Den Kampf um die Pole Position tragen schließlich die schnellsten acht aus der zweiten Sektion aus.

Bereits im vergangenen August einigten sich Hersteller, ITR und DMSB auf das so genannte Einfrieren des Technischen Reglements. Statt komplett neuer Konstruktionen sind an den Autos vom Jahrgang 2006 vergleichsweise nur geringfügige Änderungen zulässig. Das Ziel: Kostenersparnis. Experten gehen von einer Reduzierung der Entwicklungskosten um rund ein Drittel aus.

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