Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Vorschau Norisring

Fränkisches Monaco

Foto: Wolfgang Wilhelm 39 Bilder

Am kommenden Wochenende (28.-29.6.) steht auf dem Norisring der fünfte Lauf zur DTM auf dem Programm. Audi-Star Timo Scheider kommt als Tabellenführer nach Nürnberg, doch der 2,3 Kilometer lange Stadtkurs gilt als Mercedes-Strecke.

26.06.2008 Gregor Messer

Das Rennen auf dem ehemaligen Reichsparteitags-Gelände rund um die Steintribüne ist das Heimspiel von Audi. Doch die Werksangehörigen aus dem nahen Ingolstadt wurden in der Vergangenheit nur wenig verwöhnt. Der letzte Audi-Sieg hier liegt bereits sechs Jahre zurück. Damals, im Sommer 2002, triumphierte Laurent Aiello mit seinem Abt-Audi TT-R nach einer epischen Rennschlacht gegen Bernd Schneider im Mercedes CLK.

Das Spektakel entlang am Dutzendteich gilt neben dem Auftakt und dem Finale in Hockenheim als der Saisonhöhepunkt. Fränkisches Monaco wird der Stadtkurs auch genannt, doch mit der engen Berg- und Talbahn in dem Fürstentum an der Cote d’Azur hat der Norisring fast nichts gemein. Dennoch gilt die Strecke als eine der anspruchsvollsten im DTM-Kalender.

Topspeed, Dämpfer und Bremsen

Drei Faktoren sind in Nürnberg wichtig: Ein hoher Topspeed, standfeste Bremsen und ein gutes Abdämpfen der Bodenwellen. Audi hatte in der Vergangenheit stets ein Auto am Start, das mit gutem mechanischem Grip aus den engen Haarnadelkurven heraus beschleunigen konnte und auch im Bereich des Schöller-S - jener Schikane hinter der Steintribüne - Sektorbestzeiten setzte. Obwohl der Norisring im Prinzip nur aus zwei Haarnadelkurven und eben jenem Schöller-S besteht, sind es doch die vielen Bodenwellen, die besonders beim Anbremsen aus hohem Tempo den Renningenieuren immer neue Rätsel stellen. Auf keiner anderen Strecke im DTM-Kalender werden die Stoßdämpfer stärker beansprucht als auf dem Norisring.

Sieg für Audi das erklärte Ziel

Bislang konnte Audi bei seinem Heimspiel - meist in Anwesenheit von Mitgliedern des Vorstands - nur wenig Mercedes entgegensetzen. Die Mannschaft um Sportchef Wolfgang Ullrich hat den ersten Sieg seit sechs Jahren zum erklärten Ziel gesetzt. Bei Testfahrten auf einem Flugplatz wurden die Begebenheiten des Norisrings simuliert. Die Testergebnisse bestätigten die Werte aus Windkanal und Computersimulation. Mattias Ekström sagt: "Dies ist mein achter Versuch hier auf dieser Strecke, jetzt will ich dieses Rennen endlich gewinnen.“

Mercedes und Audi wieder gleich schwer

Tabellenführer Timo Scheider freut sich, dass nach dem zweiten Mercedes-Sieg in Folge vor sechs Wochen am Lausitzring die vier 2008er Audi wieder Erfolgsballast ausladen durften und die 2008er Mercedes hinzunehmen mussten. Somit haben die ’08er-Boliden wieder ihr Ausgangsgewicht von 1.050 Kilogramm."Wir haben hart gearbeitet, um auf dieser Strecke, auf die traditionell immer ein schwieriges Pflaster für uns war, gut auszusehen."

Sechs and the City

Bei Mercedes kündigt das Rennen auf dem Stadtkurs unter dem Motto "Sechs and the City" an, denn schließlich liegen die ersten Vier der Tabelle innerhalb von nur sechs Punkten. Lausitzring-Sieger Paul di Resta liegt drei Zähler hinter Scheider, und sein Mercedes-Teamkollege Jamie Green liegt ebenso nur zwei Pünktchen hinter dem Schotten mit dem italienischen Namen.

"Die vergangenen fünf Jahre haben wir hier immer gewonnen, und ich will der nächste Sieger unserer Marke sein", gibt sich di Resta kämpferisch. Vorjahressieger Bruno Spengler, derzeit Tabellensechster, will endlich seiner Favoritenrolle gerecht werden und seinen ersten Saisonsieg einfahren.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden