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Vorschau Zandvoort

Halbzeit in den Dünen

Foto: Audi 40 Bilder

Mit dem sechsten von elf Läufen startet die DTM am Wochenende (13.7.)  in die zweite Halbzeit der Saison 2008.

10.07.2008 Gregor Messer

Im Duell zwischen Mercedes und Audi steht es nach den bisherigen fünf Rennen 3:2 für die Manufaktur aus dem Schwabenland. Doch der Tabellenführer kommt weiterhin aus dem Audi-Lager: Timo Scheider, der seit seinem einzigen Sieg beim zweiten Lauf in Oschersleben die Tabellenspitze inne hat, geht mit einem Pünktchen Vorsprung auf Mercedes-Mann Jamie Green in die zweite Saisonhälfte. Scheider gilt als Zandvoort-Spezialist: bereits zwei Mal konnte hier den besten Startplatz erobern. Im vergangenen Jahr dominierte er die Zeitenjagden, als er in jedem Training Schnellster war. Doch im Rennen musste sich Scheider wie auch Markenkollege Alexandre Prémat der Stallorder beugen, die den Audi-Vierfachsieg bitter trübte. "Mit Zandvoort habe ich noch eine Rechnung offen", betont Scheider, "diesmal möchte ich noch einen draufsetzen und gewinnen."

Audi zehn Kilogramm leichter als Mercedes

Green hat von den vergangenen sieben DTM-Rennen - also seit dem vorletzten Lauf 2007 in Barcelona - vier gewonnen. Nachdem Audi zu Saisonbeginn deutlich überlegen schien, konnte Mercedes zuletzt erheblich Boden gut machen. Nur ein Dreher von Lausitzring-Sieger Paul di Resta beim letzten Lauf auf dem Norisring verhinderte den Dreifach-Erfolg der Stuttgarter. "Außer meiner Pole Position 2006 und meiner schnellsten Runde 2007 habe ich in Zandvoort noch nicht viel zusammengebracht", meint Green selbstkritisch. Doch auf der 4,3 Kilometer langen Piste westlich von Amsterdam dürfte Audi wieder besser aussehen - nicht zuletzt, weil die aktuellen C-Klassen des HWA-Teams nach den letzten vergangenen drei Mercedes-Siegen in Folge zehn Kilogramm mehr wiegen (1.055 zu 1.045 Kilogramm).

Die Statistik indes ist ausgeglichen: Bei den bislang acht DTM-Auftritten seit 2001 siegten Audi und Mercedes jeweils vier Mal. Dennoch ist Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich optimistisch: "Aufgrund dessen, was wir in der bisherigen Saison gesehen haben, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir in Zandvoort eine wirklich gute Performance abliefern können." Apropos Gewicht: nach der neuen Einstufung der Jahreswagen - die 2007er- und 2006er-Modelle wurden um jeweils zehn Kilogramm in ihrem Basisgewicht erleichtert - wiegen die ’07er-Mercedes und Audi nunmehr 1.040 bzw. 1.045 Kilogramm.

Neues Boxenstopp-Fenster

Für die restlichen sechs Saisonläufe wird außerdem das so genannte Boxenstopp-Fenster verlängert. Die Fahrzeuge dürfen nun bereits nach dem ersten Rennviertel ihre Box zum ersten Pflichtstopp ansteuern. Eine halbe Renndistanz später, also am Ende des dritten Rennviertels, muss auch der zweite Reifenwechsel absolviert sein. In Zandvoort - Renndistanz: 38 Runden - ist die Boxengasse von der zehnten bis zur 28. Runde für die Pflichtstopps geöffnet.

Die Streckenführung von Zandvoort bietet alles, was einem Piloten Spaß macht: Hochgeschwindigkeits-Passagen, Mutkurven wie die Scheivlak, technisch diffizile Ecken, aber auch die für heikle Ausbremsmanöver bestens geeignete Tarzankurve. Maximaler Abtrieb und mechanischer Grip prägen die Abstimmung. Darüber hinaus ändern sich die Verhältnisse oftmals von Runde zu Runde falls eine etwas stärke Brise den feinen Sand aus den Dünen auf die Piste wirbelt und die Strecke rutschig macht. Und noch etwas ist in Zandvoort einzigartig: Auf keinem anderen Kurs erreichen die DTM-Boliden eine so hohe Geschwindigkeit. Am Ende der Start- und Zielgeraden stehen knapp 270 km/h auf dem Tacho.

Schwierige An- und Abfahrt

Das größte Problem dürften in Zandvoort wieder einmal die Zuschauer haben. Mangelnde Zufahrtstraßen machen die An- und Abreise durch das am Rennsonntag zu einem Geduldspiel. "Am besten", meinte einst ein DTM-Fahrer ironisch, "kommen die Fans mit dem Schlauchboot über die Nordsee." Noch besser ist die Lösung per Bahn aus Amsterdam.

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