Das berichtete Westfalen-Vorstandschef Wolfgang Fritsch-Albert am Dienstag (14.7.) in Münster.
Rund 350.000 Fahrzeuge tanken Autogas
Das Familienunternehmen setzte 2008 mit Gasen und Benzin knapp 1,5 Milliarden Euro um, ein Zuwachs um fast 14 Prozent. Es beliefert 780 der etwa 5.200 Tankstellen mit Flüssiggas in Deutschland und hat nach eigenen Angaben einen Marktanteil von über 20 Prozent. Inzwischen können bundesweit etwa 350.000 Autos mit dem Autogas fahren.
Der Boom habe mit sinkenden Preisen für konventionellen Kraftstoff seit Jahresbeginn 2009 nachgelassen, schränkte der Vorstandschef aber ein. Seither gebe es kein rasantes Wachstum mehr bei der Umrüstung von Autos auf den Zusatzbetrieb mit Flüssiggas. Die Westfalen AG hat ein Netz von rund 250 Tankstellen - sie erwirtschaften auch den Löwenanteil des Umsatzes.
Die Ölpreisrallye des vorigen Sommers bescherte dem Unternehmen ein deutliches Umsatzplus, allerdings wuchs der Mengen-Absatz an Kraftstoffen ohne Autogas nur leicht. Der Jahresüberschuss summierte sich auf 9,1 Millionen Euro. 2007 waren es 1,3 Millionen Euro - allerdings seien die Zahlen nicht vergleichbar, da seinerzeit wegen der Unternehmenssteuerreform Investitionen vorgezogen worden waren.
Kartellamt prüft Preisabsprachen
Zudem hat Westfalen nach einem Bußgeldbescheid durch das Bundeskartellamt wegen Preisabsprachen zehn Millionen Euro rückgestellt. Das Unternehmen hat Einspruch eingelegt. "Die Beschuldigungen sind haltlos", betonte Fritsch-Albert. Es habe nicht einmal eine Durchsuchung im Unternehmen gegeben. Er erwarte im nächsten oder übernächsten Jahr einen endgültigen Bescheid.






