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BMW 7er mit Hybrid-Antrieb

Oberklasse-Limousine mit V8-Twinturbo und Elektromotor

Mit nur geringen Änderungen wird BMW die Studie Concept 7 Series Active-Hybrid Ende 2009 auf den Markt bringen. 15 Prozent soll das Einsparpotenzial gegenüber dem 750i betragen - ohne Komforteinbußen.

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"Eine langfristige Option ist die Nutzung von regenerativ erzeugtem Wasserstoff in einem Verbrennungsmotor", postuliert BMW noch in der Medieninformation zum Thema Efficient Dynamics, der markeneigenen Spritspar-Strategie. Doch ein Wasserstoff-7er wird so schnell nicht in der Preisliste stehen - stattdessen ab Herbst 2009 ein Hybrid-7er als erster serienmäßiger BMW, der teilelektrisch betrieben wird. Weltpremiere ist auf der kommenden IAA.

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Schlagworte

BMW · 7er · Hybrid · Elektromotor · E-Motor · 750i · Mildhybrid · Toyota · Prius

Der 7er ist ein Mildhybrid

Die Münchner schwenken auf den derzeit populären Weg um: eine Antriebs-Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor, genannt Hybrid, zu deutsch Mischung. Anders als etwa der Toyota Prius, den es bereits in der zweiten Generation als Hybrid auf dem deutschen Markt gibt, wird sich der BMW 7er nicht voll elektrisch fortbewegen können; man spricht deshalb von einem Mildhybrid (mild: englisch für sanft). Nahezu ohne Änderung wird das Serienmodell die Technik der Studie Concept 7 Series Active-Hybrid übernehmen.

Allerdings haben die Ingenieure den Standort der Batterie verlegt; sie wandert aus der Reserveradmulde über die Hinterachse. Die Vortriebskraft setzt sich zusammen aus dem V8-Twinturbo des 750i mit 407 PS und einem 15 kW leistenden Elektromotor, der vollständig in das Gehäuse des Automatikgetriebes integriert wird - und damit von außen nicht sichtbar ist. Die Kraft im Verborgenen unterstützt den Achtzylinder beim Beschleunigen mit einem Drehmoment von bis zu 210 Nm; damit lässt sich die beim aufgeladenen Verbrennungsmotor prinzipbedingte Anfahrschwäche weiter kaschieren.

Zusätzlich zur Beschleunigung übernimmt das E-Aggregat weitere Aufgaben: Es ersetzt den vom Verbrennungsmotor angetriebenen Generator sowie den Anlasser. Der Akku versorgt die elektrischen Verbraucher mit Spannung. Weil dem Bordnetz auf diese Weise mehr elektrische Leistung zur Verfügung steht, können zusätzliche Funktionen per Batterie-Kraft betrieben werden. Auf diesem Weg soll die direkte Transformation von Kraftstoff in Strom minimiert werden. Beim Bremsen arbeitet die E-Maschine als Generator; damit wandelt sie die entstehende Energie in Strom um und leitet diesen dem Lithium-Ionen-Akku zu (Rekuperation).

Technik basiert auf dem Baukasten-Prinzip

Bisher taucht Bremsenergie als nicht nutzbare Wärme in der Energiebilanz auf der Soll-, künftig auf der Haben-Seite auf. Um die Hybrid-Komponenten zu entwickeln, schloss sich BMW mit Mercedes zusammen; vorrangig betrifft diese Kooperation die Bereiche Elektronik und Batterien. Weil die Technik auf dem Baukasten-Prinzip basiert, lässt sie sich künftig in verschiedenen Modellen einsetzen. Für die nahe Zukunft schließt BMW die Kombination Dieselmotor und Hybrid jedoch aus.

Start-Stopp-Automatik an Bord

Die Herstellung sei zu teuer und der Spareffekt beim ohnehin wirtschaftlich laufenden Diesel dafür zu gering. Für den Hybrid-7er verspricht BMW dagegen eine Steigerung der Effizienz, ohne dass der Käufer auf Dynamik, Sicherheit und Komfort verzichten müsste. Dank Hybrid soll die Limousine im EU-Verbrauchszyklus im Schnitt 15 Prozent weniger Benzin benötigen als der 750i - und das bei besserem Beschleunigungsvermögen. Schließlich schieben neben den maximal 600 Nm des Achtzylinders auch die 210 Nm des Elektromotors an. Zur höheren Effizienz beim Verbrauch trägt die Start- Stopp-Funktion bei; sie schaltet den Motor im Leerlauf ab, etwa beim Warten an einer roten Ampel oder im Stau.

Nur Kleinigkeiten enttarnen ihn

Nur Insider werden den besonderen 7er an dezenten äußeren Hinweisen erkennen, etwa einem speziellen Schriftzug sowie eigens gestalteten Felgen. Den Passagieren vorbehalten ist der Blick auf den Monitor im Armaturenbrett. Ähnlich wie beim Lexus LS 600h oder beim Toyota Prius soll der Energiefluss dargestellt werden - und den Fahrer dazu animieren, besonders sparsam unterwegs zu sein. Noch gibt es keine Preisliste für den Hybrid-7er, aber eine Preisvorstellung: Sollte sich die Kalkulation am Lexus orientieren, so dürfte der BMW rund 95.000 Euro kosten.

Autor: Marcus Peters
GermanHorsePower | 04.08.2009, 13:31 Uhr

Bei der ganzen "Ach-Toyota-ist-ja-so-super-umweltfreundlich"-Euphorie sollte man mal anmerken, dass zum Beispiel der durchschnittliche CO2-Ausstoss der VW-Flotte niedriger ist als der durchschnittliche CO2-Austoss der Toyota-Flotte. Nur mal so nebenbei. Ausserdem ist das Hybrid-Konzept mit Verbrennungs- und Elektromotor höchstens eine Übergangslösung, die Zukunft liegt im Wasserstoffantrieb und da sind die deutschen Hersteller in der Entwicklung am weitesten. Immerhin hat BMW einen Wasserstoff-7er bereits in Kleinstserie gebracht.

Liwait | 03.04.2009, 21:51 Uhr

@Gerd: Wenn du die 1300 Kg und die Fahrwerte eines Prius gut findest, ist das dein Pech.
Und ob die LithiumIonen-Batterie-Lösung jetzt gut oder schlecht ist interessiert mich nicht, dass sehe ich noch früh genug wenn das Auto rauskommt. Im Gegensatz zu dir informiere ich mich über ein Auto bevor ich es kaufe und ich habe übrigens keine Werkstattprobleme. Das "guckst du" überlasse ich lieber einen Ausländer mit Ahnung wie dir.

Priusfann | 03.04.2009, 19:36 Uhr

Es ist immer wieder schön zu lesen welche Fachkenntnis hier so herscht bei Leuten die noch nie einen Hybriden aus der Nähe gesehen haben. Ist mir egal wie sparsam ein Golf TDI bei 90 auf der Autobahn fährt. Ich fahre 90% Stadtverkehr und da gibt es kein vollwertiges Mittelkasseauto mit unter 5L Verbrauch. Und schon gar keinen Benziner. Der von BMW avisierte Mildhybrid ist eigentlich nichts weiter als ein normales Auto mit etwas stärkerem Startergenerator. Demzufolge kann man auch nicht viel mehr als die 15% Einsparung erwarten. Will man mehr Kraftstoffeinsparung muss das ganze Antriebskonzept deutlich geändert werden. Und vor allem muss die E-Maschine deutlich stärker werden um eine wesentlichen Teil der Bremsenergie rekuperieren zu können. Das würde aber die LiIo Batterie nicht wegstecken. Ist also kein Wunder warum Toyota immer noch auf die altbewährten und leistungsstärkeren NiHM Akkus setzt. Mit der doppelten elektrischen Leistung machen die 5 oder 10kg Mehrgewicht das Kraut auch nicht mehr fett bei 1,5 oder 2 Tonnen Lebendgewicht zuzüglich Zuladung. Von daher zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber er sollte endlich gemacht werden und schnell weitere folgen!!! Dann könnte ich mir auch wieder vorstellen einen BWM zu kaufen. Nur im Moment ist das unmöglich angesichts des neuen Prius mit 3,9L Normverbrauch und reellen 4.5L.

Gerd | 02.04.2009, 21:33 Uhr

@Liwait
Natürlich könnte Toyota Lithium-Ionen-Akkus einsetzen,aber diese sind noch nicht sicher genug und die Lebendsdauer ist auch nicht berauschend.Toyota gibt sehr lange Garantien auf Hybridautos.Und siehe da, die Fahrzeuge und Akkus halten und halten.Warten wir mal ab, wie die Deutschen Hybridautos nach paar Jahren Laufzeit dastehen.Wenn sie die endlich mal Verkaufen und nicht nur ankündigen.Es ist ein Armutszeugnis für die "besten Hersteller".Sie bringen nur Studien,die nie zu kaufen sind.Vollhybrid soll zu schwer sein? Man sieht du hast keine Ahnung oder du bist doch nur Dumm.
Der Prius wiegt 1300kg.Hat keine Lichtmaschine,keinen Starter.Und die Akkus wiegen ca.38kg. Ja da guckst du.Bleib du bei deinen Deutschen Produkten und Finanziere deine Werkstatt mit deinen vielen Problemen mit deinem Premiumfahrzeug.Dummheit stirbt nicht aus!

Nightrider | 02.04.2009, 15:44 Uhr

Ist ja alles recht und schön, dass BMW einen tollen 7er mit Hybrid baut aber warum machen sie es nicht in ein Auto das sich ich und die breite Massen kaufen können.

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