Das "Light Car - Open Source", wie das Konzeptfahrzeug mit vollem Namen heißt, trägt nicht nur ein innovatives LED-Lichtkonzept, sondern auch eine besondere Karosse. Als Werkstoff für den vier Meter langen, und 1,70 Meter breiten Fünfsitzer dient eine neuartige Basaltfaser, die zu 100 Prozent recyclingfähig sein soll. Die Glasflächen entstehen aus Makrolon. Ein üppiger Radstand von 2,90 Meter soll zudem für großzügige Innenraumverhältnisse sorgen.
E-Antrieb für das Lichtspielhaus
Für umweltfreundlichen Vortrieb sorgen vier Radnaben-Elektromotoren, die ihren Saft aus einer Lithium-Ionen-Batterie beziehen und eine Reichweite von 150 Kilometer erlauben sollen. Ebenfalls im Radbereich integriert sind Komponenten für die Federung, die Lenkung und die Bremsen, was wiederum mehr Platz für den Innenraum schafft.
Beim Start des Light Car wird die Karosse zum Leben erweckt und zeigt sich im kompletten Design-Ausmaß, denn erst dann zeichnen Leuchtkörper die Konturen der Front-und Heckscheinwerfer nach. Diese lassen sich zudem noch individuell konfigurieren und so das Design des Autos beeinflussen.
Lichttechnologie macht auch die Heckscheibe zum Sprachrohr nach außen. Die transparente Heckklappe wird als Projektionsfläche genutzt und soll so einer Car-to-Car-Kommunikation dienen. Dem Hintermann angezeigt werden können beispielsweise die Bremsintensität oder ein nahendes Stauende.
Multimediastandards im Automobilbau
Auch bei der Gestaltung seines Arbeitsplatzes im Cockpit hat der Fahrer freie Hand. Ob der Drehzahlmesser in der Mitte oder die Anzeige der Klimasteuerung auf der rechten Seite erscheinen soll - der Fahrer kann sein Cockpit frei nach Größe, Position und Stil der Anzeige individuell konfigurieren.
"Wir haben die heutigen Standards der Multimedia- und Lichttechnologie auf das Automobil übertragen und wollen dem Endverbraucher in Zukunft Gestaltungsspielraum zur freien Konfiguration anbieten, denn die gesamte Oberfläche des Fahrzeuges funktioniert wie ein Bildschirm eines Multimediagerätes und kann intelligent und individuell genutzt werden", so Johannes Barckmann, Leiter des EDAG Design Studios, über die Idee des Light Cars.
Variables Konzept
Damit sich diese Idee weiterentwickeln kann, wurde das Light Car als Rolling Chassis-Konzept aufgebaut. Je nach Bedarf können auch andere Karossen auf die universelle Plattform gebaut werden, was eine schnellere und günstigere Entwicklung weiterer Fahrzeugderivate möglich macht.






