Elektroautos auf der Detroit Motor Show 2010: CT&T startet weltweiten Elektro-Großangriff

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Das südkoreanische Unternehmen CT&T stellt auf der Detroit Motor Show eine ganze Flotte von Elektroautos vor. Neben Golfmobilen wollen die Koreaner die Welt mit einer Fülle von Elektroautos und einem neuen Vertriebssystem erobern, das auf Händler verzichtet.

Das in Seoul beheimatete Unternehmen wurde von ehemaligen Hyundai- und Kia-Mitarbeitern gegründet und bezeichnet sich selbst als den weltgrößten Hersteller von Elektrofahrzeugen. Derzeit verfügt es über Produktionsstätten in Korea sowie in China, wo sowohl Batterien als auch komplette Fahrzeuge hergestellt werden. Darüber hinaus verfügt CT&T bereits über mehrere Standorte in den USA, unter anderem in Long Beach sowie in Atlanta. In Sachen Batterietechnologie arbeiten die Koreaner mit LG Chemical und SK Energy zusammen.

Jährlich verlassen insgesamt 60.000 Fahrzeuge die Fabrikhallen in Dang Jin, Korea, sowie im chinesischen Wendeng. Ein weiterer Produktionsstandort in Jin-zhou, China, ist in Planung. Hier sollen pro Jahr 50.000 Autos vom Band rollen. Auch auf Hawaii und den Fidschi-Inseln sollen in Kürze Produktionsstandorte entstehen.

Das Portfolio von CT&T umfasst aktuell sowohl sogenannte "Low Speed Vehicles" - wie etwa elektrobetriebene Golf-Cars und Freizeitmobile -, c-Zone- (Fahrzeuge ohne Türen für den kommerziellen Einsatz, etwa in Freizeitparks oder auf Firmengeländen) sowie e-Zone-Vehicles (Fahrzeuge mit Türen, die sowohl im privaten als auch im kommerziellen Bereich zum Einsatz kommen). Letztere sollen den Komfort und die Sicherheit eines benzinbetriebenen Autos bieten.

Sportlicher Zweisitzer mit E-Antrieb auf der Detroit Motor Show

Auf der Detroit Motor Show 2010 stellt CT&T insgesamt 24 Modelle aus, darunter auch drei neue Konzeptfahrzeuge. Mit dem C2 präsentieren die Koreaner einen sportlichen Zweisitzer, der bis zu 150 km/h schnell sein soll. Darüber hinaus zeigt CT&T ein Elektro-Amphibienfahrzeug sowie einen Kleinwagen mit Batterieantrieb. Der City EV soll bis zu 105 km/h erreichen und mit einer Batterieladung maximal 113 Kilometer weit kommen. Internationale Crashtests sollen für den Kleinwagen kein Problem darstellen. Nach Angaben der Koreaner soll der City EV sowohl beim Frontal- als auch beim Seitencrash mit 50 km/h internationalen Anforderungen genügen. Alle Fahrzeuge bauen auf einem Aluminiumrahmen auf.

Die Elektro-Autos sollen auch nach Europa kommen

Schon in diesem Jahr sollen 30.000 Einheiten des neuen City EV verkauft werden. Das ehrgeizige Ziel, im Jahr 2013 weltweit 300.000 Elektrofahrzeuge abzusetzen, will CT&T durch eine ungewöhnliche Verkaufsstrategie realisieren. Statt auf Vertragshändler setzen die Koreaner auf sogenannte R.A.S.-Center (Regional Assembly and Sales). Diese produzieren die Fahrzeuge und fungieren gleichzeitig als Händler. Das erste dieser Zentren in Nordamerika wurde bereits fertiggestellt.

Vom Wegfall der Zwischenhändler sollen auch die Kunden in Form von besonders niedrigen Preisen profitieren. Insgesamt 30 solcher R.A.S.-Center sollen in Europa entstehen. Darüber hinaus plant das Unternehmen, auch den US-Markt zu erobern. Zehn weitere Zentren sollen in Asien gebaut werden. Neben dem für den Stadtverkehr gedachten City EV sind bei CT&T bereits ein rein elektrisch betriebener Bus sowie Taxen mit E-Antrieb in Planung.

Die Premieren der Detroit Auto Show 2010
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Manuel Dohr

Autor:

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