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Elektroautos im Alltag

Zehn Fragen und Antworten zum Thema Elektroauto

Fast alle Hersteller arbeiten mit Hochdruck an Elektrofahrzeugen. Wann kommen die ersten Serienmodelle, und was bedeutet es, mit Strom statt Benzin oder Diesel zu fahren? Zehn Fragen rund um das Elektroauto.

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Kann ich heute schon ein Elektroauto kaufen?
Tatsächlich werden bereits heute Elektrofahrzeuge angeboten. Allerdings handelt es sich dabei um in Kleinserie produzierte Exoten wie die Leichtfahrzeuge City EL aus dem fränkischen Aub oder den norwegischen Think. Auch der Sportwagen Tesla Roadster kommt noch in diesem Jahr nach Europa.

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Wann kommen erste vollwertige Elektro-Serienfahrzeuge?
In Großstädten wie Berlin, Paris und London sammeln derzeit viele Hersteller Erfahrungen mit dem Einsatz von Elektroautos. Die Fahrzeuge werden überwiegend an Firmenkunden oder Behörden verleast, um schnell auf eine hohe Laufleistung zu kommen. Erste Serienautos sollen 2010 und 2011 eingeführt werden, wobei der Mitsubishi i-MiEV zu den Pionieren gehören dürfte.

Was werden die ersten Elektroautos kosten?
Elektroautos kosten anfangs deutlich mehr als vergleichbare herkömmliche Modelle. So peilt Mercedes für den 2012 erscheinenden E-Smart 25.000 Euro an, Mitsubishi beim Kleinwagen i-MiEV 30.000 bis 40.000 Euro. Ein Tesla Roadster kostet sogar über 100.000 Euro. Die ersten Generationen der Strom-Mobile werden daher ein Fall für betuchte Öko- und Technik-Fans.  

Auf welcher Batterietechnik basieren die Fahrzeuge?
In älteren E-Auto-Prototypen kommen Akkus auf Nickel-Metallhydrid- oder Natrium-Nickel-Chlorid-Basis (Zebra) zum Einsatz. Die neuen setzen dagegen schon auf Lithium-Ionen-Akkus, die eine höhere Energiedichte haben. Kommende Serienfahrzeuge nutzen diesen Typ ebenfalls.

Mit welchen Reichweiten ist zunächst zu rechnen?
Die Reichweite hängt stark von der Batteriegröße ab. Kleinwagen mit 16-kWh-Akkus dürften unter Idealbedingungen 100 Kilometer weit kommen, ein E-Mini mit 35 kWh schafft rund das Doppelte. Zügig bewegt, schmilzt der Aktionsraum jedoch spürbar, wobei Komfortfunktionen wie Heizung oder Klimaanlage die Reichweite zusätzlich deutlich einschränken.  

Wo und wie lange lade ich mein Elektroauto?
Prinzipiell reicht zum Laden eines Elektroautos eine normale Haushaltssteckdose aus. Allerdings dauert der Ladevorgang dann viele Stunden. Auch weil in Städten Autos meist auf der Straße parken, gründen Energieerzeuger und Autohersteller im Moment Kooperationen zum Aufbau einer europaweit einheitlichen Infrastruktur an E-Tankstellen, die mit hohen Ladeströmen schnelleres Aufladen ermöglichen sollen.
 
Fährt sich ein Elektrofahrzeug anders als ein herkömmliches Auto?
Grundsätzlich nein, allerdings wartet der Elektroantrieb mit ein paar Besonderheiten auf: Während ein Verbrennungsmotor erst mit zunehmender Drehzahl an Kraft gewinnt, steht beim E-Motor das volle Drehmoment aus dem Stand zur Verfügung. Wegen dessen viel größerer Drehzahlspanne entfällt zudem das klassische Getriebe mit mehreren Übersetzungen.

Um wie viel günstiger fährt ein Elektroauto?
Beim Praxistest von auto motor und sport benötigte ein Elektro-Smart auf 100 Kilometern Strom für knapp drei Euro und fährt damit im Vergleich zu seinem Benzin-Bruder für das halbe Geld. Wegen hoher Anschaffungspreise eignen sich die ersten Elektrofahrzeuge dennoch nicht für Sparfüchse, sondern für Trendsetter.
 
Wie rasch werden Elektroautos an Marktanteilen gewinnen?
Hierzu schwanken die Prognosen stark, vor zu großer Euphorie sei wegen der teuren Batterien jedoch gewarnt. Vor 2015 wird der Marktanteil den Null-Komma-Bereich nicht überschreiten. Bis 2020 sehen Experten ein Volumen von zwei bis vier Millionen Fahrzeuge für Deutschland, was bezogen auf den PKW-Gesamtbestand jedoch immer noch weniger als zehn Prozent bedeutet.

Ist ein Elektroauto wirklich umweltfreundlicher?
Die Umweltbilanz von Elektroautos hängt stark davon ab, wie der benötigte Strom erzeugt wird. Geschieht dies rein über Kohlekraftwerke, fällt pro Kilometer sogar mehr CO2 an als bei einem Benzin- oder Dieselmotor. Bezogen auf den aktuellen EU-Stom-Mix, der auch Atom- und Windenergie enthält, steht der E-Antrieb mit rund 90 Gramm CO2/km jedoch schon heute besser da als der herkömmliche. Nicht einbezogen ist allerdings die Herstellung der Fahrzeuge und Batterien.

Autor: Dirk Gulde
Welchem Kraftstoff gehört die Zukunft?


Elektroauto | 04.02.2010, 10:05 Uhr

Warum wird kein Bezug genommen auf den vollständigen Elektroauto Markt. Weit über 20 Elektroautos sind derzeit zu kaufen wobei die in Kleinserie genannten Exoten nicht hinter den in Großserie geplanten und bisher verschlafenen Angeboten und Entwicklungen zurückstehen.
Ob es nun der trendige aber etwas teure TAZZARI ZERO ist oder das sogar deutsche Auto LUIS FREE das 210km bei bis zu 80 km/h vorlegt - und das ab 12000€. Nicht zu vergessen der ESTRIMA BIRÒ ab 7500€, das E 'LEI EMELCAR, der REVAi ...
Der Markt ist da und wird die Städte sicher bald erobern - mehr zu den aktuellen Elektroautos unter http://elektroautomobile.net

Michael Ohle | 19.08.2009, 09:44 Uhr

Wieviel Auto braucht der Mensch ?? e-Mobile für die Kurzstrecke sind bereits heute erhältlich und sie erfüllen auch ihren Zweck. 70 % der Deutschen legen am Tag nicht mehr als 30 km zurück - warum also Fahrzeuge mit großer Reichweite und sündhaft teuren Batterien?. Man sollte mehr über e-Mobilität nachdenken, als 1 - 2 Tonnen schwere Elektrofahrzeuge zu konstruieren. Für die obige Wegstrecke reicht bereits ein strassentaugliches Golfcart aus und damit ist man mit 1 Euro pro 100 km Kosten auf der sicheren Seite. Ein e-car wird in naher Zukunft das Familienauto nicht ersetzen können.

TobiasR | 09.08.2009, 18:06 Uhr

Manchen hier gegebenen Aussagen kann ich mich an schliessen. Im Übrigen fahre ich Elektrofahrzeuge schon jetzt und rede nicht nur darüber.

1. Die Fahrzeuge sind in der Praxis in jedem Flall umweltfreundlicher egal woher der Strom kommt da es viel einfacher ist wenige Kraftwerke in optimalen Betriebsbedingungen zu halten als Millionen von PKW.
Auch weil ein Elektroauto im Stau, an der Ampel keinen Strom ausser für Komfortfunktionen benötigt.
AUch weil die heutigen Elektromobilisten bewusster fahren, schon weil die Reichweite ganz stark von der Bewusstheit beim Fahren/ also Köpfchen und kein Bleifuss ab hängt.
Natürlich ist Strom aus regenerativen Quellen das Optimum, doch Vorsicht vor den Mogelpackungen "Rex Zertifikaten".
Weitere Info unter www.infoelektro.de
EIn begeisterter Nutzer und Vorreiter..(-:

Müller-Brunke | 02.08.2009, 13:30 Uhr

Ich finde es toll, wenn auf dem elektro- Automarkt sich etwas bewegt. Die momentanen Fahrzeuge sind entweder kleine Rollstühle mit elektrischen Antrieben, wo man sich hart tut sie zu benützen oder Spaßmobile, die sich der Ottonormalverbraucher nicht leisten kann. Wir wollen alltagstaugliche Zweitfahrzeuge haben, erschwinglich und jetzt verfügbar. Für diesen Zweck haben wir info@solartankstelle-jetzt.de gegründet. Wir fahren bereits zwei gebrauchte Peugeot 106 electric mit einer Reichweite von ca. 100 km und einer Spitzengeschwindigkeit von 90 km/h. Wir kommen mit der Reichweite bestens zurecht. Wir besorgen diese Elektroautos aus dem Ausland für Leute, die für die Umwelt jetzt was tun wollen. Mit den Einsparungen gegenüber dem Verbrennungsmotor will ich mir für die Wochenendefahrten einen Sportwagen kaufen. Pro 100 Kilometer Fahrleistung mit dem E-Auto zahle ich ca. 2.20 Euro Strom (Nachtstrom oder Solarstrom). Wenn es modern wird das gleiche vielfach zu tun, bliebe der Fahrspaß nicht irgendwann mal auf der Strecke.
Gruß Wolfgang MB

thomas | 27.05.2009, 16:52 Uhr

Warum testet BMW im Amiland?
Das würde bei uns genauso gehen! Und ich wäre gerne einer der Testfahrer.

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