General Motors: LG erhält Batteriezuschlag für den Volt

Der US-Autobauer General Motors (GM) will die Batterien für sein Elektroauto Chevrolet Volt zusammen mit dem südkoreanischen Technologiekonzern LG bauen. Der deutsche Autozulieferer Conti, der sich ebenfalls um den Auftrag beworben hatte, geht damit leer aus.

Bis Ende des Jahres werde eine Fabrik im US-Bundesstaat Michigan errichtet, kündigte GM-Chef Rick Wagoner am Montag (12.1.) auf der Autoshow in Detroit an. "GM ist zurück im Batteriegeschäft. Es wird neue, grüne Jobs geben." Für GM ist das Elektroauto ein Hoffnungsträger. Neue Modelle sind dringend nötig, nachdem jahrelang auf große, spritfressende Trucks gesetzt worden war.

Die Serienversion der Elektro-Limousine hatte GM bereits im September 2008 vorgestellt. Der Chevrolet Volt kann bis zu 65 Kilometer völlig abgasfrei zurücklegen. Ein 111 kW starker Elektromotor, der ein maximales Drehmoment von 370 Nm bereitstellt, wird über eine 16 kWh starke Lithium-Ionen-Batterie mit Energie versorgt. Mit einem Ein-Liter-Vierzylinder-Verbrennungsmotor, der ausschließlich als Generator für die Stromerzeugung und das Laden der Batterien dient, soll diese Reichweite auf 500 Kilometer ausgedehnt werden. Geplanter Produktionsstart für den Chevrolet Volt ist Ende 2010, als Opel-Variante soll er ab 2011 auch in Europa auf den Markt kommen.

Die Konkurrenz schläft nicht

Daimler hatte Mitte Dezember 2008 ebenfalls angekündigt seine Batterie-Aktivitäten zu intensivieren. Zusammen mit dem Elektronikkonzern Evonik wollen die Schwaben in den Markt für Hochleistungsbatterien einsteigen und gemeinsam Lithium-Ionen-Akkus entwickeln und fertigen. Auch der japanische Hersteller Nissan weitet seine milliardenschwere Kooperation mit dem Elektronikkonzern NEC zum Bau von Lithium-Ionen-Akkus aus.

Die Lithium-Ionen-Batterien für den Volt werden wie schon in den letzten 16 Monaten von LG Chem mit Sitz in Troy, im US-Bundesstaat Michigan, gefertigt und geliefert. Sie sollen auch künftig in weiteren Prototypen zum Einsatz kommen. Die Serienproduktion der Batterien wird dann ab 2010 in das neue GM-Werk verlagert.

Um den Auftrag hatte sich auch der Automobilzulieferer Continental mit Sitz in Hannover bemüht. Eine Sprecherin sagte, Conti bedaure die Entscheidung. Continental habe sich zusammen mit dem US-Unternehmen A123Systems um den Auftrag beworben. A123Systems hätte die Zellen geliefert, Conti die Elektronik. Das Batteriegeschäft gilt als wichtiges Wachstumssegment in der Automobilbranche.

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dpa / rbu

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