So könnte die Politik zum Beispiel vorgeben, wie eine Elektro-Tankstelle aussehen muss. "Dann können nämlich die Hersteller loslegen."
Deutschland muss die Standards setzen
Entscheidende Frage der nächsten Jahre sei, wer in dieser neuen Technologie international die Nase vorn habe. Man dürfe diesen Markt weder den Amerikanern noch den Chinesen überlassen, warnte Mittelbach. Er verwies auf die Erfolge Deutschlands auf dem konventionellen Motorenmarkt. "Wir haben auf dem Motorenmarkt weltweit die Standards gesetzt. Die anderen haben sich nach uns gerichtet, nach unseren Katalysatoren", sagte der ZVEI-Geschäftsführer und fügte hinzu: "Wir wollen nicht Geld, wir wollen Regeln."
Die Reichweite von Batterien für ein Elektroauto "ist eine Frage, welches Mobilitätskonzept die Gesellschaft will". Man dürfe aber das Elektroauto nicht gegen den Verbrennungsmotor ausspielen und umgekehrt. Das Geld, das nach wie vor in der traditionellen Autobranche verdient werde, sei notwendig für neue Technologiefelder. Mit Blick auf den Umweltschutz bestehe für Deutschland aber "auch eine Verantwortung, in neue Technologien vorzustoßen. Es gibt kein anderes Land der Welt, in dem eine so dichte Technologiekompetenz vorhanden ist."
Mittelbach beklagte, dass in Deutschland für Technik "eher wenig Akzeptanz" bestehe. Daher müsse künftig schon in den Schulen vom Kleinkind an Technikinteresse geweckt werden.






