Jaguar C-X75 auf dem Pariser Autosalon: 780-PS-Supersportler mit E-Antrieb

Jaguar C-X75 Paris 2010

Jaguar C-X75 - so heißt die Konzeptstudie, die Jaguar auf dem Pariser Automobilsalon vorstellt. "Atemberaubend", "phantastisch", "bahnbrechend" und natürlich umweltfreundlich soll der Supersportwagen sein - werben zumindest die Briten.

Die Fakten zum Jaguar C-X75 können sich sehen lassen: Vier 145 kW (195 PS) starke und 50 kg leichte Elektromotoren an jedem Rad leisten zusammen 780 PS und erlauben ein beachtliches Gesamtdrehmoment von 1.600 Nm.

Zumindest auf dem Papier sind damit hübsche Werte zu erfahren: 330km/h Höchstgeschwindigkeit, von null auf 100 km/h in nur 3,4 Sekunden, von null auf 300 km/h in nur 15,7 Sekunden. Die Reichweite des C-X75 liegt - allein mit Batteriekraft - bei 110 Kilometern. An der Steckdose müssten die Lithium-Ionen-Batterie dann sechs Stunden geladen werden.

Der besondere Clou beim C-X75: Die von zwei Micro-Gasturbinen erzeugte Elektrizität kann die Reichweite auf - theoretisch - bis zu 900 Kilometer verlängern. Viel mehr würde nicht mal ein Diesel-Aggregat erlauben. Der CO2-Ausstoß des C-X75 läge damit - nach Angaben der Briten - bei nur 28 g/km. Die Axial-Microturbinen kommen von Bladon Jets, wiegen jeweils 35 Kilogramm und erzeugen bei einer Konstantdrehzahl von 80.000 Umdrehungen pro Minute eine Leistung von 70 kW.

Jaguar C-X75 ist eine Hommage an Le Mans Prototyp XJ13 von 1966

Das Design des Jaguar C-X75 sei "eine Hommage an die Schöpfer jener ikonischen Jaguar-Modelle, die bis zum heutigen Tag Bewunderung hervorrufen", wirbt Geschäftsführer Mike O' Driscoll. Der in "Jetstream Silver" lackierte Jaguar C-X75 stehe ganz in der Designtradition, natürliche, fließende Linien und einfache, elegante Formen zu verwenden. Inspirieren ließen sich die Designer dabei von großen Rennwagen, wie den C- und D-Types der 1950er und dem legendären Le Mans Prototyp XJ13 von 1966 - laut Callum der "wahrscheinlich schönste Jaguar aller Zeiten".

Der C-X75 ist mit einer Gesamtlänge von 4,65 Meter einen Hauch länger als ein Audi R8 (4,43 Meter) oder Mercedes SLS AMG (4,64 Meter). Auffallend sind die wuchtigen Radkästen, die dem Prinzip "Leistung pur" huldigen. Der Wegfall des herkömmlichen Verbrennungsmotors eröffnete den Designern des Jaguar C-X75 viel Spielraum für ein elegantes Packaging der mechanischen Komponenten. Das Aluminium-Chassis erlaubt ein Gewicht von 1,35 Tonnen.

Worauf die Briten beim Jaguar C-X75 aus technischer Sicht stolz sind: Weil jedes Rad von einem eigenen Elektromotor angetrieben wird, profitiert der Jaguar C-X75 von den Traktions- und Sicherheitsvorteilen eines Allradantriebs - ohne die Gewichtsnachteile einer rein mechanischen Konstruktion. Und: Die Sitze des Supersportlers sind fixiert, statt variabel verstellbar. Deswegen passen sich Lenkrad, Bedienteile, Instrumente und Pedalerie der Position des Fahrers an.

C-X75 ist das jüngste Produkt der 75-jährigen Geschichte

"Mit dem C-X75 untermauert Jaguar seine führende Position auf dem Gebiet des Automobildesigns und der Technologie. Und bekundet seine Entschlossenheit, auch in Zukunft schöne, schnelle Autos bauen zu wollen", wirbt Ralf Speth, der deutsche CEO bei Jaguar und Land Rover - und verweist in diesem Zusammenhang auf die 75 Jahre lange Tradition der Marke, die Jaguar 2010 feiert. Die letzte Öko-Studie, die der britische Autobauer  präsentiert hat, war die Jaguar XJ "Limo Green" mit Hybridantrieb, die auf dem auto motor und sport-Kongress in Stuttgart ihre Weltpremiere feierte.

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