Die Karmann E-Mobil GmbH wird nach eigenen Angaben bis zum Jahr 2011 die ersten Versuchsfahrzeuge mit Elektroantrieb fertig stellen. Aus den anschließenden Feldversuchen sollen sich dann wichtige Erfahrungen für die Serienproduktion eines Elektrofahrzeugs ergeben.
Karman E3 mit einer Reichweite von bis zu 200 Kilometern
Karmann und der Oldenburger Energiekonzern EWE setzen den Fokus beim E3 getauften Projekt nicht nur auf den E-Antrieb, sondern auch auf die Entwicklung einer Informationstechnologie. Diese soll den Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Ladestationen erlauben. Der Karmann E3 soll eine komplette Ferndiagnose per GSM ermöglichen. Die Kommunikation zwischen Fahrzeug, Internet und Fahrer ist eines der Hauptziele bei der Entwicklung des Elektromobils.
Karmann und EWE arbeiten an der Realisierung eines Systems, mit dem eine Abrechnung der Ladekosten unabhängig vom Standort möglich ist. Somit wären die Fahrer des E3 nicht lokal gebunden, sondern könnten den Energiespeicher des Viersitzers jederzeit aufladen.
Die Steilhecklimousine wird von einem 37 kW starken Synchronmotor angetrieben. Dieser soll kurzzeitig - etwa beim Anfahren- bis zu 57 kW leisten. Sie bietet bis zu vier Personen Platz und ermöglicht eine Reichweite von maximal 200 Kilometern (nach NEDC-Zyklus). Im realen Alltagsbetrieb sollen laut Karmann Reichweiten von deutlich über 150 Kilometern realisiert werden können.
Das Osnabrücker Unternehmen kann nach eigenen Angaben für die Erforschung des Batteriemanagements und der Informationstechnologie zum Datenaustausch mit einer Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium rechnen.
Elektro-Nutzfahrzeug von Karmann
Gleichzeitig arbeitet man in Osnabrück und Oldenburg an der Entwicklung leichter Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb. Diese sollen auf einer eigenständigen Elektroantriebsplattform basieren und je nach Batterietyp eine Reichweite zwischen 75 und 150 Kilometern realisieren. Bis Ende 2011 will Karmann mindestens 200 dieser Fahrzeuge ausliefern.






