EWE-Vorstandschef Werner Brinker hält eine Serienfertigung für möglich, "wenn man aufgrund der Tests davon überzeugt ist, dass wirklich einige Tausend Kunden das Auto kaufen würden". Natürlich habe EWE auch ein Eigeninteresse, dass das Auto auf den Markt komme.
Elektroauto als Zwischenspeichermöglichkeit
"Da immer mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Windkraft in die Netze gespeist wird, der zu sehr unterschiedlichen und vor allem nur schwer planbaren Zeiten anfällt, benötigen Stromanbieter gewisse Zwischenspeichermöglichkeiten. Da denken wir an Gefriertruhen und Kühlhäuser, aber eben auch an Elektroautos. Wenn sie gut sind, könnte es hier einen Schub durch die Stromnetzbetreiber geben, die Fahrzeuge bewusst zu fördern und auf den Markt zu bringen."
Testlauf mit 40 Elektrotankstellen in Niedersachsen
EWE plant ein Tankstellennetz von 40 Ladestationen für den Testlauf in seinem Verbreitungsgebiet in Niedersachsen. "Wir werden mit rund 40 Stationen in unserem Netzgebiet zwischen Ems und Elbe starten, davon jeweils eine Hälfte privat und eine öffentlich", kündigte Brinker an. Zugleich sei auch die Ladung zu Hause möglich. Im Test will EWE verschiedene Funktionalitäten der Stationen erproben.
Zwei E3-Elektroautos gehen noch 2009 in Betrieb
Die ersten beiden E3 werden noch dieses Jahr in Betrieb gehen, so Brinker. "Der erste Meilenstein ist, dass wir im Herbst das erste Auto auf die Straße bringen. Ein zweites Fahrzeug wird dann im Laufe des Jahres folgen. Wir werden beide Fahrzeuge sehr intensiv testen, um gewährleisten zu können, dass Sicherheitskriterien eingehalten werden und sie straßentauglich sind. Auf dieser Basis werden wir dann entscheiden, wie viele Fahrzeuge letztendlich gebaut werden."
Sicher sei, dass die mit Karmann vereinbarten sechs Modelle auch gebaut werden. Das Interesse potentieller Kunden sei groß. "Wir haben so viele Anfragen zum Fahrzeug, dass ich nicht ausschließen kann, dass wir eventuell mehr Autos bauen."






