Serienreife habe die Technologie allerdings schon jetzt erreicht, unterstrich Vertriebschef Joachim Schmidt mit Blick auf die ersten 200 Fahrzeuge, die mit industriellen Prozessen hergestellt und 2010 in einem Pilotprojekt ausgeliefert werden. Sie basieren auf der aktuellen B-Klasse und werden angetrieben von einem Elektromotor mit 100 kW und einem Drehmoment von 290 Newtonmeter.
400 Kilometer Reichweite, in drei Minuten vollgetankt
Der Strom kommt aus einer Lithium-Ionen-Batterie, gespeist aus einer mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzelle. Die vier Kilogramm Wasserstoff in den Drucktanks unter dem Wagenboden reichen für bis zu 400 Kilometer Elektrobetrieb, sagte Joachim Schmidt. Während ein konventionelles E-Auto danach mehrere Stunden an die Steckdose muss, sei das Brennstoffzellen-Modell in drei Minuten vollgetankt - wenn sich eine Tankstelle findet. Denn die Infrastruktur ist noch dünn. Und von den etwa 30 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland ist nicht einmal ein Drittel öffentlich zugänglich.
Zwar braucht die Brennstoffzelle in der B-Klasse auf 100 Kilometer umgerechnet nur 3,3 Liter Diesel und ist beim aktuellen Wasserstoffpreis von etwa neun Euro pro Kilo billiger im Unterhalt.
Dennoch müssen die 200 Pilotkunden tief in die Tasche greifen: Die Leasingrate liegt laut einem Mercedes-Sprecher bei rund 1.000 Euro im Monat - rund 150 Euro mehr als beim aktuellen Top-Modell B 200 Turbo.


Gehört Brennstoffzellen-Autos wie der Mercedes B Klasse F-Cell die Zukunft?




