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Mercedes Blue Zero Concept

Die Mercedes-Zukunft ist grün

Ein Auto, drei Konzepte: Die Studie Blue Zero auf Basis der Mercedes B-Klasse gibt es als Elektroauto, Brennstoffzelle und mit Range-Extender. Blue Zero soll einen Ausblick auf das emissionsfreie Fahren der Zukunft geben.

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Im Blue-Zero E-Cell wird der Elektromotor ausschließlich von einer Lithium-Ionen-Batterie gespeist. Auch im Blue-Zero E-Cell Plus bezieht der Motor seine Kraft aus den Akkus. Diese werden jedoch zusätzlich durch einen Verbrennungsmotor aufgeladen, welcher sich im Heck des Fahrzeugs befindet. Im dritten Modell, dem Blue-Zero F-Cell, kommen Brennstoffzellen zum Einsatz. Den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 sollen die drei Conceptcars in unter elf Sekunden bewältigen, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 150 km/h begrenzt. Die Lithium-Ionen-Akkus im Blue-Zero E-Cell und Blue-Zero E-Cell Plus zeichnen sich durch ihre besonders kompakten Abmessungen aus, was wiederum den bis zu fünf Passagieren und dem Gepäckraum (über 500 Liter) zugute kommen soll.

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Blue-Zero E-Cell mit 200 km Reichweite

Während der Blue-Zero E-Cell dank reinem Batterie-Antrieb eine maximale Reichweite von 200 Kilometern erreichen soll, versprechen die Stuttgarter für den Blue-Zero F-Cell eine doppelt so große Reichweite. Die neue Brennstoffzellen-Generation mit einer Höchstleistung von 90 kW macht ihn zu einem Langstrecken-tauglichen Sparmodell, das mit einer Tankfüllung Wasserstoff über 400 Kilometer weit kommen soll. Der Clou: Während der Elektromotor die Energie etwa beim Einparken von der Batterie bezieht, liefert die Brennstoffzelle zusätzlich Kraft beim Beschleunigen. Mit jedem Bremsvorgang füllt sich zudem der Energiespeicher wieder auf. Der Elektromotor fungiert dann als Generator und lädt die Batterie. Der Blue-Zero F-Cell fährt emissionsfrei, als Abfallprodukt entsteht lediglich Wasserdampf.

E-Cell Plus als Range Extender

Der Blue-Zero E-Cell Plus hat zusätzlich zum Elektromotor den aus dem Smart Fortwo bekannten, 50 kW starken Dreizylinder-Turbobenziner an Bord. Der in der Reserveradmulde platzierte Motor lädt die Batterie während der Fahrt auf und kann zeitweise auch als Direktantrieb genutzt werden. Damit wächst die Reichweite auf bis zu 600 Kilometer. Im rein elektrischen Betrieb reicht die Kapazität für bis zu 100 Kilometer. Hierfür müssen Blue-Zero E-Cell und Blue-Zero E-Cell Plus für zwei Stunden an die Steckdose.

Sandwichboden aus der A-Klasse

Allen drei Konzept-Modellen gemein ist die Sandwichboden-Architektur, die Mercedes bereits vor einem Jahrzehnt in der A-Klasse eingeführt hatte. Der Antrieb ist dabei im Unterboden untergebracht, was den Schwerpunkt zugunsten des Fahrverhaltens absenkt. Zudem sind Motor und Batterien im Falle eines Unfalls gut geschützt.

Nicht nur in Sachen Antrieb haben Blue-Zero E-Cell, Blue-Zero F-Cell und Blue-Zero E-Cell Plus zahlreiche Innovationen an Bord. Der Innenraum zeugt mit einem Mix aus Textilien und Kunststoffen von einer völlig neuen Formensprache. Dabei soll die Struktur der verwendeten Materialien an organische Stoffe aus der Natur erinnern. Die großzügigen Glasflächen lassen den Innenraum luftig und geräumig erscheinen.

Design erinnert an das Bionic-Car von 2005

Die Formensprache erinnert zudem an das Bionic Car, welches Mercedes im Jahr 2005 präsentierte. Auch bei den drei neuen Conceptcars ließen sich die Mercedes-Designer von der Natur inspirieren. Markante Linien prägen die Seitenansicht, die 20 Zoll großen Leichtlaufräder sorgen für einen bulligen Auftritt. Die Frontansicht ist geprägt vom LED-Tagfahrlicht und der geschlossenen Frontschürze mit dem markanten Mercedes-Kühlergrill. Die Heckklappe besteht aus leichtem Lexan und gibt den Blick frei auf die Aluminiumstruktur des Rahmens. In das Panoramadach sind Solar-Panels integriert, die genug Strom erzeugen, um MP3-Player oder Handy aufzuladen.

Die in Detroit 2009 vorgestellten Studien erstrahlen in drei neuen Alu-Beam Farbtönen. Den Blue-Zero E-Cell präsentiert Mercedes in "Limegreen", der Blue-Zero F-Cell ist in "Mintgrün" gehalten und der Blue-Zero E-Cell Plus betritt die Weltbühne in knalligem Orange. Dabei wird eine Serienfertigung nicht mehr auf die lange Bank geschoben: "Die Zeit der Versuche liegt hinter uns", so Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber. "Wir sind schon dabei , in die E-Mobilität einzusteigen. Ab 2009 mit der Brennstoffzellenversion der Mercedes B-Klasse in kleinen Stückzahlen und dem E-Smart, 2010 folgt ein Elektro-Mercedes." Spätestens 2015 soll es das Brennstoffzellenauto in größeren Stückzahlen geben.

Wettlauf der Kooperationen
Hersteller Zulieferer Batterietyp
Audi Sanyo (Japan) Lithium-Ionen
BMW Conti (D), Johnson Controls-SAFT (F), Cobasys (US) Lithium-Ionen, Nickel-Metallhydrid
BMW-Mini AC Propulsion, "18650" Lithium-Ionen
Bosch Samsung SB LiMotive (Korea) Lithium-Ionen
Continental Enax (Japan) Lithium-Ionen
GM Conti (D),/A123 (US), LG (Korea)/Chem (US), Cobasys (US) Lithium-Ionen, Nickel-Metallhydrid
Honda Sony, Yuasa (Japan) Lithium-Ionen
Mercedes-Benz Conti (D)/Johnson Controls-SAFT (F), Hitachi (Japan), LiTec (D), Cobasys (US) Lithium-Ionen, Nickel-Metallhydrid
Mercedes-Smart MesDEA AC Propulsion/"18650", LiTec (D) Natrium-Nickelchlorid, Lithium-Ionen
Mitsubishi Yuasa (Japan) Lithium-Ionen
Nissan NEC-AESC (Japan) Lithium-Ionen
PSA Yuasa (Japan) Lithium-Ionen
Renault NEC-AESC (Japan) Lithium-Ionen
Think MesDEA, A123 Natrium-Nickelchlorid, Nickel-Metallhydrid
Tesla AC Propulsion, "18650" Lithium-Ionen
Toyota Panasonic (Japan) Nickel-Metallhydrid, Lithium-Ionen
Volkswagen Sanyo, Toshiba (Japan) Lithium-Ionen
Autor: Manuel Dohr, Birgit Priemer
Blue Zero - Mercedes Aufbruch ins Öko-Zeitalter?


staycool | 02.04.2009, 10:47 Uhr

@Matthias: Da kann ich nur lachen: Die neue E-Klasse haben sie doch noch nie gefahren, und die alte mit Sicherheit auch nicht. Ihr Priusfahrer werft uns ständig vor, dass wir diese so abgrundtief hässlichen Fahrzeuge noch nie gefahren haben und uns deshalb kein Urteil bilden können. Dabei seit ihr nicht besser. Leistungstechnisch kommt der Prius nicht mit und über Materialanmutung und Qualität brauchen wir hier nicht reden. Also am besten spart ihr euch mit euren Reisschüsseln die Kommentare und lasst doch die Kunden entscheiden, oder wieviel Prius gibt es in Deutschland im Verhältnis zu den ach so spritschluckenden und teuren Mercedes, BMW's oder Audi's. Und fragt mal in Japan nach, auf was die Menschen dort richtig scharf sind. Da heißt es immer, "Hauptsache deutsch".

gogi | 01.04.2009, 21:08 Uhr

lieber matthias oder soll ich lieber lecter sagen,ihre kommentare sind sowas von falsch und billig,denn die gelobte qualität erzählen sie meinem nachbarn, der schon 4mal mit dem prius in der Werkstatt war!lecter, ich bleib bei meinem benz 150000 tadellos,6l vebrauch und da sag ich nur adieu prius;-)

Blaugrüner Nasehase | 01.04.2009, 17:26 Uhr

Na - und was passiert wohl, wenn man bei den E-Cells im Winter die Heizung anmacht...?

Matthias Schossig | 13.12.2008, 22:46 Uhr

Schön, dass Mercedes Benz Jahr für Jahr tolle Konzepte präsentiert. Kaufen wird man letztlich dann nur konservative Spritschlucker wie die neue E-Klasse. Oder man wendet sich ab und kauft einen Prius. Der macht nun schon seit Jahr und Tag vor, wie man ein Auto in der Praxis mit um die vier Liter im teilelektrischen Betrieb bewegen kann. Ich fahre seit Jahren Prius, und es ist das zuverlässigste, robusteste, sparsamste, leiseste Auto, das ich je hatte. Geräumig ist es auch noch. Mercedes ist kein Stück besser als GM und Chrysler, wenn es um tatsächlich auf den Markt gebrachte Autos geht. Konzepte wandern ins Museum.

Linux123 | 12.12.2008, 21:53 Uhr

Sieht irgenwie wie ein Japaner aus (was vielleicht damit zu tun hat,das die Japaner im Prototypendesing uns Europähern vorraus sind)

Für Rechtschreibefehler haftet die Tastatur.

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