Mercedes F 125 auf der IAA: Erstklassig abgasfrei in die Zukunft

Mercedes F125

Die Luxusmodelle von Mercedes sollen zukünftig als Brennstoffzellen-Plug-in-Hybrid antreten. Einen Ausblick auf die Technologie von Übermorgen soll das Forschungsfahrzeug F 125 auf der IAA in Frankfurt geben.

Mercedes-Forschungsfahrzeuge blicken weit voraus, der Mercedes F 125, der auf der IAA in Frankfurt Weltpremiere feiert, gar bis über das Jahr 2025 hinaus. Dazu nutzt der Mercedes F 125 zahlreiche bewährte Konzepte, aber auch Technologien, die sich derzeit noch im Stadium der Grundlagenforschung befinden.

Brennstoffzellenantrieb im Mercedes F 125

Noch Zukunftsmusik ist beispielsweise der Wasserstoff-Feststoffspeicher, der sich platzsparend im Mitteltunnel integrieren lässt. Von hier aus wird eine weiterentwickelte Brennstoffzelle, die unter der vorderen Haube sitzt, gefüttert. Mit deren Strom vier Radnabenmotoren mit einer Dauerleistung von 170 kW (Spitzenleistung: 230 kW) gespeist werden. Das maximale Drehmoment der vier E-Motoren, die als intelligenter Allradantrieb fungieren, liegt bei 3.440 Nm. Als Energiespeicher dient eine Lithium-Schwefel-Batterie mit einer Kapazität von 10 kWh, die hinter den Rücksitzen positioniert ist. Mit den rund 7,5 Kilogramm Wasserstoff im Feststoffspeicher soll der Mercedes F 125 eine Reichweite von rund 1.000 Kilometer erreichen. Mit reinem Batteriestrom kommt der F 125 bis zu 50 Kilometer weit. Ist die Batterie leergesaugt springt entweder die Brennstoffzelle an, oder der F 125 kann induktiv an einer Ladestation nachgetankt werden.

Den Spurt von null auf 100 km/h soll der Mercedes F 125 in 4,9 Sekunden absolvieren können, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 220 km/h angegeben. Der Verbrauch soll bei umgerechnet 2,7 Liter auf 100 Kilometer liegen.

Mercedes F 125 mit Leichtbaukarosserie

Verpackt wird die visionäre Antriebstechnik in eine ebenso visionäre Karosserie, die aus faserverstärkten Kunststoffen, Karbon-Kohlefasern, Aluminium und hochfesten Stählen geformt wird. Die Hybridbauweise soll das Gewicht des Forschungsautos auf 1.700 Kilogramm drücken und dennoch eine hochfeste Struktur schaffen.

Optisches Highlight des knapp fünf Meter langen, zwei Meter breiten und 1,43 Meter hohen Mercedes F 125 sind seine Flügeltüren. Die zwei mächtigen Portale erstrecken sich über die gesamte Länge des Fahrgastraums und gewähren einen B-Säulen freien Zugang zu den vier Einzelsitzen. Durch einen Radstand von beachtlichen 3,33 Meter ist auf allen Plätzen ausreichend Bewegungsfreiheit vorhanden. Ständige Erreichbarkeit garantiert ein Cloud-basiertes Infotainmentsystem und eine vollständige Vernetzung. Das Bedienkonzept des Mercedes F 125 arbeitet mit Berührungs-, Sprach- und Gestensteuerung. 3D- und Projektionstechnik beschickt die zahlreichen Displays. Für sicheres und schnelles Vorankommen sorgen eine Car-to-X-Kommunikation und zahlreiche Assistenzsysteme, die sogar ein teilautonomes Fahren erlauben sollen.

Mercedes F 125 mit völlig neuem Designansatz

Auch beim Design lehnt sich der Mercedes F 125 weit aus dem Fenster und geht noch weiter als das Forschungsauto F 700. Die Kabine rückte weit nach vorne, die Überhänge fallen extrem kurz aus. Die klassische Mercedes-Kühlermaske ist nur noch angedeutet, der aufgepflanzte Stern aber durfte bleiben. Schlitzförmige LED-Scheinwerferelemente sorgen für einen grimmigen Blick. Die Flanken setzen auf konkave und konvexe Flächen und eine coupéhafte Dachlinie. Am Heck rahmen C-förmige LED-Leuchten die muskulösen Schulterpartien ein. Dazwischen entspringt die Kofferraumschublade, die ein ladevolumen von 470 liter aufweisen soll. Darunter wirkt ein Diffusor beruhigend auf den Fahrtwind ein.

Der Innenraum teilt sich in den sportiv gestalteten Fahrerplatz und das Lounge-Ambiente im Fond und auf dem Beifahrerplatz. Holz, Alcantara und Seide sorgen für ein luxuriöses Ambiente. Die Fondsitze werden auf Knopfdruck zu Liegesitzen mit Fußstütze, den den hohen Komfortanspruch sieht Mercedes auch im Jahr 2015 noch gegeben.

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Uli Baumann

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