Minimal-Verbrauch vs Herstellerangaben: Wenn Hersteller ihre Autos unterschätzen

Die Chevrolet Corvette - alles klar, ein Spritschlucker par Excellence. Doch weit gefehlt. Die Chevrolet Corvette braucht tatsächlich fast die Hälfte weniger Kraftstoff als der Hersteller angibt. auto motor und sport zeigt, dass die Minimalverbräuche und die Verbrauchsangaben der Hersteller nicht immer deckungsgleich sind. Hier sind unsere Top 30 der Minimalverbraucher.

Die Normrunde von auto motor und sport wird unter genau festgelegten Bedingungen gefahren. Jeder Testwagen muss die exakt definierte, 93 Kilometer lange Verbrauchsrunde gleich drei Mal unter die Räder nehmen.

Sowohl vor als auch nach der Verbrauchsfahrt wird von ein und derselben Person an ein und derselben Zapfsäule penibel vollgetankt. Während der Fahrt bleibt die Klimaanlage ausgeschaltet, Fenster und bei Cabrios das Dach bleiben geschlossen.

So fährt auto motor und sport die Normrunde

Die Strecke besteht aus einem Mix von Stadtfahrt (13 Prozent), Landstraße (16 Prozent), Bundesstraße (52 Prozent) und Autobahn (19 Prozent, Richtgeschwindigkeit 130 km/h). Sie beginnt auf etwa 240 Meter Meereshöhe, der höchste Punkt liegt auf 530 Meter.Gefahren wird möglichst sparsam: möglichst frühes Hochschalten und vorausschauendes Fahren sind obligatorisch. Die so ermittelten Verbräuche tauchen dann in den technischen Daten als Minimalverbrauch auf.

Die Tests auf der Normrunde sorgen für einige Überraschungen. Denn tatsächlich verbrauchen nicht alle getesteten Fahrzeuge automatisch mehr, als der Hersteller angibt.

Sparsamer als befürchtet sind vor allem die leistungsstarken Motoren

Die meisten Sparkönige sind allerdings aus dem leistungsstarken Segment mit mehreren hundert Pferdestärken. Da liegt der Verdacht nahe, dass starke Motoren beim sparsamen Cruisen auf der Normrunde wesentlich unangestrengter unterwegs sind, als ihre schwächeren Cousins. Dennoch liegt der erste Vertreter der Unter-300-PS-Fraktion schon auf Platz 13. Der 100 PS starke Brilliance BS4 1.6 ist immerhin um 27,2 Prozent sparsamer unterwegs, als es der Hersteller für möglich hält. 

Die Leistungsspanne reicht von Lada bis Ferrari

Der schwächste Sparer ist ebenso eine Überraschung: Auf Platz 30, mit einem um 21,5 Prozent geringeren Verbrauch liegt der Lada 1119 8V mit 81 PS. Auf Platz zehn liegt hingegen der zweitstärkste im Vergleich. Der 620 PS starke Hochleistungsmotor im Ferrari 599 GTB Fiorano braucht 28,2 Prozent weniger Sprit, als das springende Pferd in Modena angibt.

In unserer Fotoshow zeigen wir - basierend auf dem Minimalverbrauch - die Top 30 der größten Abweichungen zu den Verbräuchen der Hersteller. 

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Manuel Dohr/mba

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