Dank seiner kompakten Abmessungen von 2,50 Metern Länge und 1,60 Metern Breite soll der BB1 seine Vorzüge insbesondere als Stadtmobil ausspielen. Seine Verwandtschaft zum Motorrad zeigt sich an der Aufteilung der Fahrgastzelle. Der Fahrer sitzt in aufrechter, fast stehender Position. Statt mit einem herkömmlichen Lenkrad steuert er den BB1 über eine Art Vespa-Lenker.
Platz für vier Personen in der IAA-Studie Peugeot BB1
Der Peugeot BB1 bietet bis zu vier Personen Platz und soll mit seinem emissionsfreien Elektroantrieb hohen Fahrspaß bieten. Die Passagiere im Fond nehmen auf zwei Einzelsitzen Platz. Den Innenraum überspannt ein Glasdach, dass für ein luftiges Raumgefühl sorgen soll. Es ist mit Fotovoltaikzellen gespickt, welche die Energie des Sonnenlichts in elektrische Energie umwandeln und sich durch einen optimierten Wirkungsgrad von rund 16 Prozent auszeichnen sollen. Auf diese Weise wird unter anderem die Innenraumbelüftung mit elektrischem Strom gespeist. Ein Aktivkohlefilter reinigt vor Fahrtantritt den Innenraum von Schadstoffpartikeln und Feinstaub.
Dem Parkplatzmangel in Großstädten dürfte der kleine Franzose mit Nonchalance begegnen, passt er doch auch quer in die kleinste Lücke und zeigt sich mit einem Wendekreis von 3,50 Metern besonders handlich.
Peugeot BB1 auf der IAA: Bis zu 855 Liter Kofferraum auf 2,50 Metern Länge
Gegenläufig öffnende Türen geben den Zutritt zum 1,54 Meter hohen Peugeot BB1 frei. Mit vier Personen an Bord schluckt der Kofferraum der Studie immernoch 160 Liter Gepäck. Alleinreisende können sogar bis zu 855 Liter transportieren. Das an Bord befindliche Audiosystem und der integrierte Farbbildschirm dienen den vier Passagieren als Internetzugang, Radio, MP3-Player und Navigationssystem. Hierfür können Mobiltelefone über einen USB-Anschluss mit der Bordelektronik des Peugeot BB1 gekoppelt werden. Bei der Gestaltung der Instrumente flossen zwei Vorschläge des Künstlers Michel Serviteur mit ein. So erstrahlt die Uhr im Armaturenbrett je nach Tageszeit in einem anderen Farbton. Darüber hinaus wird die digitale Geschwindigkeitsanzeige auf Wunsch durch eine graphische Animation ersetzt, sobald die zuvor eingestellte Geschwindigkeit erreicht ist.
Dank Kohlefaserkarosserie wiegt der Peugeot BB1 nur 600 Kilogramm
Über das in Kooperation mit der Peugeot Motorrad-Abteilung entwickelte Rohrchassis spannt sich eine leichte Kohlefaserzelle. Damit bringt es der Peugeot BB1, der einen Radstand von 1,80 Metern aufweist, auf ein Gesamtgewicht von lediglich 600 Kilogramm. Nach Peugeot-Angaben erlaubt dieses Konzept individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und unterschiedliche Karosserievarianten.
In den Türen der Studie sorgen integrierte Öffnungen im Stile eines Rallye-Fahrzeugs für Belüftung. Die Außenspiegel entfallen. Stattdessen sorgen nach hinten gerichtete Kameras, die in die vorderen Scheinwerfern integriert sind, für Rücksicht. Die doppelte Wölbung des Glasdaches ähnelt der des Peugeot RCZ und soll das Raumangebot im Peugeot BB1 vergrößern.
Die beiden Elektromotoren der Peugeot-IAA-Studie sitzen an den Radnaben der Hinterachse. Sie wurden gemeinsam mit Michelin entwickelt und leisten jeweils 7,5 kW. Dies soll dem Peugeot BB1 im Stadtverkehr zu flotten Fahrleistungen verhelfen. Peugeot verspricht, dass Tempo 30 aus dem Stand nach 2,8 Sekunden erreicht sein soll. Für den Spurt von 30 auf 60 Km/h nimmt sich der Viersitzer glatte vier Sekunden Zeit. Der Peugeot BB1 fährt bis zu 90 Km/h schnell. Die Energie beziehen die beiden Radnabenmotoren aus zwei Lithium-Ionen-Batteriepacks, die unter den Sitzen verbaut sind.
Bereits 1941 gab es ein Peugeot-Elektroauto
Der Name der Studie BB1 soll an den Peugeot Bébé erinnern, der zwischen 1905 und 1912 als Kleinstwagen das Produktportfolio der Franzosen bereicherte. Ein Elektroauto gab es bei Peugeot im Übrigen bereits während des Zweiten Weltkrieges. Der Peugeot VLV wurde zwischen 1941 und 1945 377 Mal gebaut.






