Smart hofft, mit dem Escooter neue Wachstumspotenziale zu erschließen, denn mit Zweirädern kann man auch deutlich jüngere Kunde erreichen, sogar noch bevor diese einen Führerschein fürs Auto oder gar ein Auto selbst besitzen. Auch lasse sich der Elektroroller in urbane Mobilitätskonzepte, wie beispielsweise car2go einbinden, so Smart-Chefin Annette Winkler.
Reichweite des Smart Escooter soll bis zu 100 Kilometer betragen
Weil auch der Escooter, der auf der Mondiale de l'Automobile in Paris Weltpremiere feiert, ein typischer Smart ist, trägt er als tragende Chassisstruktur natürlich eine Tridionzelle. Der Rahmen aus Stahl und Aluminium wird, ebenfalls typisch Smart, mit Bodypanels aus Kunststoff verkleidet. Die Beinschilder am Smart Escooter sind als lichtdurchlässige Elemente ausgeführt und dienen beleuchtet als Seitenmarkierung und als großflächiger Blinker. Die anderen Lichtquellen, Front- und Heckscheinwerfer sowie Bremsleuchten, sind in LED-Technik umgesetzt. Die 13 Zoll großen Räder werden vorn und hinten an Einarmschwingen geführt, die Reifendimensionen betragen 130/60 vorn und 140/65 hinten.
Den Antrieb des Smart Escooter übernimmt ein 4 kW starker Radnabenmotor am Hinterrad. Gespeist wird dieser von einem Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 80 Ah, die im Fußbereich untergebracht wird. Damit soll der Escooter eine Reichweite von bis zu 100 Kilometer haben und eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h erreichen können.
Nachgetankt wird der Smart Escooter an jeder herkömmlichen Steckdose. Die Ladebuchs plus Ladekabel und Ladegerät verbergen sich in der Front des Elektrorollers. Nach einer Zapfphase von drei bis fünf Stunden soll der Smart Escooter wieder reisetauglich sein. Strom liefern aber auch Solarzellen in der Fahrzeugfront sowie jeder Bremsvorgang, bei dem der E-Motor als Generator fungiert.
Dass Smart eigentlich Autos baut, schlägt sich in der Sicherheitsausstattung des Escooters nieder. So kommt der Elektroroller mit einem Fahrerairbag, ABS und einem Totwinkel-Assistenten daher. Mehr Bremssicherheit sollen die als Kombibremse ausgelegten Stopper realisieren. Vorne wird hydraulisch gebremst, hinten wird der E-Motor zur Bremse umfunktioniert und elektronisch zugesteuert.
Smartphone als Schaltzentrale für den Smart Escooter
Für Alltagstauglichkeit soll ein großes Staufach für zwei Helme unter der Sitzbank sorgen. Apropos zweiter Helm - zum Zweisitzer wird der Escooter, der auf dem Pariser Autosalon debütiert, wenn der Beifahrersitz zusammen mit den Beifahrerfußrasten ausgeklappt wird. Optional kann der Soziussitz durch eine Gepäckbrücke ersetzt werden.
Eine zentrale Rolle als Steuer- und Kommunikationszentrale spielt beim Escooter das Smartphone. Seinen Platz findet es auf einer Docking-Station mitten auf dem Lenker. Von hier aus steuert es die Wegfahrsperre, macht Online-Dienste nutzbar, ersetzt den Tacho, visualisiert den Energiehaushalt und steuert die Griffheizung und sorgt für die Konnektivität mit dem Escooter-Helm mit integrierten Lautsprechern und Freisprecheinrichtung sowie Klimatisierungsmöglichkeit.
Über eine mögliche Serieneinführung des Smart Escooter oder gar Preise machte Smart keine Angaben.






