Smart For us mit Elektromotor
Seinen Außenabmessungen (3,547 Meter Länge, 1,506 Meter Breite und 1,701 Meter Höhe) würden reichen, um ohne Probleme auf der Pritsche eines ausgewachsenen Pickups Platz finden. Doch der Smart For us soll selber laufen - angetrieben wird der Zweisitzer von einem 55kW starken Elektromotor, der bereits aus dem Fortwo Electric Drive bekannt ist. Satte 130 Newtonmeter Drehmoment stehen dem Pickup-Smart zur Verfügung, eine Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 17,6 kWh speichert und entlässt die Energie für das Aggregat, das den Smart For us auf immerhin 120 km/h beschleunigen kann.
E-Bikes zum NachladenDoch viel wichtiger bei einem Pickup ist, was er auf der Ladefläche unterbringen kann. Okay, beim Smart For us sind es keine Strohballen, Weidezäune und halbe Rinderherden, aber für das amerikanische Outback ist der kleine Hambacher auch nicht gedacht. Er will jung und frech sein - und urban, ökologisch und nachhaltig transportieren.
Also bietet der Smart For us Platz für zwei Elektro-Bikes aus dem eigenen Hause, inklusive Docking-Station, damit die Zweiräder auch jederzeit Einsatzbereit für den Großstadtdschungel sind. Ebenfalls elektrisch betrieben ist auch die 90 Zentimeter lange Ladefläche. Sie fährt im Bedarfsfall 28 Zentimeter vor und eröffnet die Pritsche über eine nach unten ausfahrende Ladeklappe.
Was Pickups können, kann der Smart For us auch
Optisch steht der Smart For us den großen Testosteron-Pickups in nichts nach. Kurze Überhänge, Unterfahrschutz an der Front, großes Markenlogo im Grill, mächtige Räder. Im Vergleich zu Smart Fortwo wurde der Radstand um 613 Millimeter auf 2.480 Millimeter verlängert, die Breite legt sogar um 50 Millimeter zur.
Genug Platz also, um neben den beiden Rädern auch noch zwei Passagiere unterzubringen. Die nehmen auf durchbrochenen Schalensitzen mit gelber Stoffbespannung Platz. Der Fahrer greift in ein nach oben offenes Lenkrad und blickt auf ein dreidimensionales Cockpit mit zentraler Tachoeinheit.
Statt der üblichen Lüftungsdüsen hat Smart das gesamte Cockpit des For us als Durchströmungskörper konzipiert - ähnlich der Forvision-Studie. Statt konventioneller Rückspiegel gewährt eine Videokamera den Blick nach hinten. Per Smartphone, das auf dem Armaturenträger eingeklinkt werden kann, laufen die Kamerabilder zum Auge des Fahrers. Lediglich ein US-typisches Ausstattungsdetail haben die Smart-Macher vergessen. Eine Halterung für Gewehre hinter den Kopfstützen ist nicht vorgesehen, aber die kann man auch schlecht elektrisch laden.






