Theoretisch zumindest, denn der Normverbrauch wird unter Laborbedingungen gemessen. Ob dieser Wert in der Praxis erreichbar ist, hängt hingegen wesentlich vom Fahrer ab.
Spritsparen hängt vom Fahrstil ab
Fachleute beziffern das Sparpotenzial, das im Gasfuß schlummert, auf bis zu 30 Prozent. Es lohnt sich also, den Fahrer in dieses Bestreben so gut wie möglich einzubinden. Doch es hapert an Informationen: Wie ökonomisch der eigene Fahrstil ist, kann der Einzelne derzeit nur an der Tankstelle oder - falls vorhanden - per Verbrauchsanzeige ermitteln. Weitere Unterstützung wie Start-Stopp-Systeme oder Gangwechselanzeigen sind noch nicht sehr verbreitet.
Audi hilft dem Fahrer beim Spritsparen
Audi geht nun einen Schritt weiter. Bei allen Audi A3, A4 und A5 mit Start-Stopp-System ist im Bordcomputer zusätzlich ein Effizienzprogramm enthalten. In diesem Modus erhält der Fahrer dezente Hinweise, wie er ohne Aufwand Kraftstoff sparen kann. Zügiges Tempo mit offenen Fenstern etwa quittiert der Bordcomputer mit dem Wink auf erhöhten Luftwiderstand und fordert zum Schließen auf. Eine andere Einblendung zeigt den Einfluss von Stromverbrauchern wie Sitzheizung oder Klimaanlage auf die Emissionen und mahnt so zum sinnvoll begrenzten Einsatz. Die Schaltanzeige, häufig winzig und deshalb nur beim direkten Blick auf die Instrumente zu sehen, besteht hier aus großen bunten Farbpunkten. So ist bereits aus dem Augenwinkel erkennbar, wenn nicht der richtige Gang eingelegt ist.
Fiat bietet ein Spritspar-Computerprogramm
Sparprofis schätzen außerdem die Möglichkeit, Durchschnitts- und Momentanverbrauch gleichzeitig einzublenden. Fiat wählt einen anderen Weg, um seine Kunden aus der Reserve zu locken. Sie können im Internet kostenlos das Ecodrive-Programm herunterladen. Mit dessen Hilfe lässt sich der persönliche Fahrstil auf spielerische Art am heimischen PC analysieren und verbessern. Nach jeder Fahrt können die Daten per USB-Stick in Sekundenschnelle ausgelesen werden. Einzige Voraussetzung: das Blue&me-System (300 Euro) mit Freisprecheinrichtung und USB-Anschluss, das aber bei den Modellen Fiat Grande Punto, Fiat 500, Fiat Qubo, Fiat Bravo und Fiat Croma meist zum Basisumfang gehört.
Zukünftig soll das Auto selbstständig Kraftstoff sparen
In Zukunft soll dem Autofahrer das Knausern noch einfacher gemacht werden. Hersteller und Zulieferer arbeiten an speziellen Betriebsmodi, die alle verbrauchsrelevanten Aggregate im Auto einbeziehen. Die Idee: Ein Knopfdruck genügt, um Sparbereitschaft zu zeigen. Den Rest erledigt das Auto.






