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Test-Verbrauch bis 98 Prozent über ECE-Verbrauch: Was Autos wirklich schlucken

Für viele Autohersteller ist der Verbrauch das wichtigste Verkaufsargument. Bis jetzt wird der Herstellerverbrauch nach ECE ermittelt. Wir zeigen, wer damit am weitesten von der Realität entfernt ist.

Schon vor Jahren war das Dreiliter-Auto ein großes Thema in den Medien. Glaubt man den Prospekten der Händler, gibt es heute einige Exemplare, die sich so nennen dürften. Doch auch die Dreiliter-Autos, bei denen sich die Zahl auf den Hubraum bezieht, werden immer sparsamer. Allerdings sind die Werte, die die Hersteller in ihren Hochglanzbroschüren angeben oft wesentlich geringer als der tatsächliche Verbrauch im Alltag.

Verbrauch realitätsfern ermittelt

Downsizing, Schaltpunktanzeige, Start-Stopp-Automatik, aerodynamischer Feinschliff - der Maßnahmenkatalog zur Verbrauchsreduzierung ist lang. Als Maßstab gilt dabei der so genannte ECE-Verbrauch: Er wird auf Rollenprüfständen im Labor nach exakt festgelegten Bedingungen (Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad), definierten Fahrzyklen und bei Geschwindigkeiten von maximal 120 km/h ermittelt. So reproduzierbar diese Ergebnisse aufgrund der konstanten Bedingungen auch sein mögen, so realitätsfern sind sie auch. 

auto motor und sport ermittelt Testverbrauch

Anders der von auto motor und sport ermittelte Testverbrauch, der eine realitätsnahe Abbildung des tatsächlichen Alltagsverbrauchs eines Fahrzeuges erlaubt: Hier spielen auch jene Faktoren eine Rolle, die bei der ECE-Verbrauchsmessung außen vor bleiben. Der Betrieb der Klimaanlage etwa, das Verkehrsaufkommen, die Zuladung, Steigungen sowie schnelle Fahrten auf der Autobahn. Und natürlich der Einfluss unterschiedlicher Fahrercharaktere, denn es kommen möglichst viele Piloten zum Einsatz. Pro Test legen die Fahrzeuge rund 3.000 Kilometer zurück. Jede Tankung wird penibel vermerkt. Am Ende zeigt der ermittelte Testverbrauch, wie hoch der Alltagsverbrauch der Testfahrzeuge war.

Starke Abweichungen im Testbetrieb

Bis zu 98,3 Prozent schluckte der VW Polo GTI im Testbetrieb mehr als beim ECE-Test. Doch nicht nur hier kam es zu großen Abweichungen. Beim Porsche Panamera Turbo flossen im Test statt der angegebenen 11,5 Litern ganze 19,7 Liter Sprit durch die Leitungen. Da scheint der Skoda Fabia Combi 1.2 TDI CR mit 5,5 statt 3,4 Litern, also "nur" 61,8 Prozent zu viel, schon fast moderat.

VW schluckt gerne mehr

Interessant ist, dass unter den Top 20 der größten Verbrauchsflunkerer gleich 13 Modelle aus dem VW-Konzern vertreten sind. In unserer Fotoshow zeigen wir die Autos mit den prozentual höchsten Abweichungen zwischen ECE- und Testverbrauch.

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Von am 27. September 2011
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