Und mit ihr jegliche störende Tendenz zum Untersteuern bei der Annäherung an die Haftgrenze in Kurven. Der A5 benimmt sich auch bei hoher Querbeschleunigung so neutral wie die Schweiz, zeichnet sich durch erstklassige Handlichkeit aus und bietet dabei eine erstaunliche Bodenhaftung.
Die hohe Fahrstabilität schlägt sch in den Dynamik-Tests nieder, bei denen der Audi Werte erzielt, an denen die Konkurrenz zu knabbern haben wird. Hilfreich für das im Wortsinn tadellose Fahrverhalten ist dabei der Quattro- Antrieb, der die Kraft nicht mehr gleichmäßig nach vorn und hinten verteilt, sondern der Hinterachse zehn Prozent mehr zukommen lässt. Das dient der Agilität.
Zuständig für die Kraftaufteilung ist nach wie vor ein zentrales Torsendifferenzial, was angesichts neuer elektronischer Steuerungen beinahe antiquarisch anmutet. Doch es funktioniert – und zwar bestens. Das geänderte technische Konzept brachte noch einen weiteren Vorteil. Weil der Motor nicht so mächtig auf die Vorderachse drückt wie bei der bisher üblichen Auslegung, können hier weniger straffe Federn eingesetzt werden. Und damit gehört es der Vergangenheit an, das lästige Vorderachsstuckern, das den Autobahnkomfort so gründlich verderben kann.
Der A5 ist, passend zu seinem sportlichen Charakter, zwar keine Sänfte, aber seine Federung zeigt eine gelungene Abstimmung, die Unebenheiten nicht wegbügelt, sie aber nicht als Kopie an die Allerwertesten der Insassen weitergibt. Ein Lob an Audi also.
Fünf Sterne sind angesichts der rundum guten Eigenschaften die logische Folge. Und wer sich jetzt grämt, dass die neuen technischen Errungenschaften nur einer vergleichsweise kleinen Coupé-Kundschaft zugute kommen, kann sich beruhigt zurücklehnen. Im A5 steckt die Technik, die auch der nächste A4 erhält. Auf Wiedersehen in Frankfurt bei der IAA.
Audi A5 3.0 TDI: Audi A5 3.0 TDI: Sportschritt
Autor: Götz Leyrer

