Das Ausfahren eines kleinen Heckspoilers jenseits von Tempo 100 und das Absenken des Fahrwerks bei höheren Geschwindigkeiten geschieht automatisch. Die Servolenkung zeichnet sich ebenfalls durch eine solche Variabilität aus. Geringe Tempi erfordern nur geringste Lenkkräfte, darüber wird der Widerstand größer. Gewöhnungsbedürftig bleibt allein das kart ähnliche, etwas eckige Ansprechen bei Langsamfahrt – der alte DS zeigt hier offensichtlich noch seine Gene.
Der ausgezeichnete Gesamtkomfort resultiert auch aus den geringen Wind und Laufgeräuschen. Zusammen mit den unauffälligen Tönen des Sechszylinder- Dieselmotors ergibt sich so eine hervorragende Autobahn-Tauglichkeit. Bei 100 km/h zeigt das Phonmessgerät gerade einmal 65 dB(A), bei 160 sind es bescheidene 71. Im Interieur dominieren helle Farben, der Einrichtungsstil entspricht mit sachlicher Coolness dem Zeitgeschmack. Eine kleine, strenge Instrumenteneinheit liegt zentral im Blickfeld, mit digitaler Tachoanzeige, Tankuhr und Drehzahlmesser, auf dem sich das Band wie eine Raupe Richtung 5000 hangelt. Bei der Bedienung wollte Citroën das Auto gottlob nicht neu erfinden.
Alles ist natürlich ein bisschen unübersichtlicher als bei einem C1, doch es gibt keine echten Rätsel. Navigieren lässt sich per Sprachsteuerung, was die Bedienung spürbar beschleunigt. Man kommt also zurecht – keine Selbstverständlichkeit bei den Schönen und Teuren. Zu den besonderen Extras zählen mitlenkende Bi-Xenon-Scheinwerfer, ebenso das so genannte Head-up-Display (siehe „Spotlight“) und der Spur- Assistent. Jenseits von 80 km/h lässt das optionale System beim Überschreiten einer Mittellinie den Fahrersitz kräftig vibrieren.
Citroën C6 V6 HDi FAP
Citroën C6 V6 HDi FAP: C si bon
Autor: Klaus Westrup

