Kein Wunder, dass die kürzlich erfolgte Modellpflege nur moderat ausfiel. Das Cockpit erhielt halbmondförmige Instrumente ähnlich denen in der Mercedes C-Klasse, die Mittelkonsole wirkt gegenüber der alten Schalttafel modern komprimiert, Fensterheber sowie elektrische Sitzverstellung sind nun logisch angeordnet und gut erreichbar in den Türen platziert.
Den Mittelpunkt des neuen Cockpits bildet im G 400 CDI serienmäßig das intuitiv bedienbare Comand-System: Navigation, Radio und CD-Player inklusive; Telefon, TV und CD-Wechsler können optional nachgerüstet werden. Das geraffte Interieur macht dem G-Modell auf alle Fälle keine Schande, die Modernität ist nicht mit Einbußen bei Funktionalität und Übersichtlichkeit erkauft worden.
Knapp 147 000 Mark kostet der lange, viertürige Station Wagon mit dem Diesel-V8, echten Gegenwert gibt es in Form guter Serienausstattung: Neben dem Comand-System kommt der G 400 CDI mit Leichtmetallrädern, Ledersitzen, Klimaautomatik, Regensensor, Tempomat, Metallic-Lackierung und Sitzheizung vorne. Auch gegen die hinterleuchteten Edelstahl-Einstiegsleuchten wird niemand etwas einzuwenden haben.
Und der Gelände-Dinosaurier zieht alle Karten seiner universellen Einsatzmöglichkeiten: Lastenverankerung im Gepäckraum, klappbare Fondsitzbank, permanenter Allradantrieb, zuschaltbare Geländeuntersetzung und drei Differenzialsperren. Der 480 Liter fassende Kofferraum zeigt echte Mitnehmerqualitäten, die Verarbeitung wirkt durchweg robust, das gesamte Konzept durchdacht. Irgendwie scheint das G-Modell sein Geld wert zu sein.

