Nissan Note: Nissan Note: Raum-Pflege

Kleine Klapptischchen aus Kunststoff hinter dem Frontmobiliar laden zum Vesper, und auch an Cupholdern fehlt es nicht. Dennoch wird man ein gutes Lokal zum Essen vorziehen. Das Interieur des Note ist nüchtern und streng, alles wirkt abwaschbar.

Allerdings soll ein Auto der Kompaktklasse weder Wohnzimmer noch Boudoir sein, und so hat die japanische Sachlichkeit auch ihre guten Seiten. Die Sitze sind bequem und leicht, aber ausreichend weit verstellbar, die Position am Lenkrad ist entspannt. Was den Armaturen- und Bedienbereich angeht, so hat Nissan beim neuen Note nicht versucht, alles noch einmal neu zu erfinden. Gut so, denn alles befindet sich nicht nur an der gewohnten, sondern auch an der richtigen Stelle. Man steigt ein und fühlt sich zu Hause – keine Selbstverständlichkeit in der Auto-Moderne.

Der Testwagen ist in der mittleren von drei Ausstattungsvarianten namens Acenta gehalten und nicht gerade arm an den allgemein geschätzten Goodies. Serienmäßig gibt es eine Radio/ CD-Einheit mit sechs Lautsprechern, Klimaanlage, elektrische Fensterheber auch hinten und Bordcomputer. ESP ist zusammen mit Kopf-Airbags vorne und hinten in dieser Note- Version nur gegen einen Aufpreis von 550 Euro zu haben. Bei den Motoren entsteht nur wenig Wahl-Qual.

Zwei Benziner, zwei Diesel, Leistungsspektrum von 68 bis 110 PS. Der Test-Note besitzt den Basis-Otto mit 1,4 Liter Hubraum und 88 PS. In einem 1146 Kilogramm schweren Auto, das hoch im Winde steht, ist das nicht übertrieben viel. Doch der langhubig ausgelegte Vierventiler macht seine Sache gar nicht schlecht – in den unteren Gängen sogar besser als erwartet. Vom Wesen her wirkt das Triebwerk typisch japanisch – emsig, gut am Gas hängend und nicht gerade leise. Null auf 100 km/h in 12,8 Sekunden sind nicht gerade temperamentlos, und erst jenseits von 130 km/h beginnen die Kräfte nachzulassen.

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Klaus Westrup

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