Helyn Latham, 28. Eine Frau, die mit ihren großen grünen Augen Männer ins Verderben reißen kann. Oder Farbe und Form neuer Audi-Modelle inspiziert. Wenn sie nicht gerade der Sportback Illustrated von Audi Modell steht. Die Marke mit den Ringen will beim A3 Sportback augenscheinlich nichts anbrennen lassen und gibt zur Markteinführung des A3-Viertürers ein eigenes Magazin heraus. In dem lassen schicke Audi-Designerinnen sehr blonde, sehr junge und sehr bauchfreie Models alt aussehen. Ganz im Sinn der potenziellen Sportback-Klientel, die das Längen und Türen-Plus eher als Ausdruck eines lifestyligen Lebensgefühls denn drögen Nutzwertes verstehen sollen.
Nur ein unverbesserlicher Familienvater denkt da bei Viertürigkeit noch an das Festzurren von Kleinkindern im Fond und das Hineinstopfen von Windeln in den Kofferraum. Der Sportback soll Eleganz und Sportlichkeit statt Klein-Helena samt ihrem Maxi-Cosi transportieren. Und wenn schon eine schöne Helena an Bord ist, dann sitzt sie am Steuer. Und hört Café del mar statt Bibi Blocksberg. Wobei es ruhig pushendere Klänge sein dürfen, denn die Ingenieure schliffen die Sportback-Hardware ebenso hingebungsvoll wie die Marketing- Mannen die Image-Software. So hält der 200 PS starke, turbogeladene Direkteinspritzer, was die böse dreinblickende Front mit dem aggressiven Kühlergrill verspricht.
Druckvoller Antritt bereits aus niedrigen Drehzahlen, homogene Kraftentfaltung plus ausgeprägte Drehfreude bis in den roten Bereich bei 6700/min rehabilitieren das oftmals gescholtene FSI-Prinzip. Stichwort Homogenität: Operieren FSI-Saugmotoren im unteren Drehzahlbereich mit einem stark abgemagerten Gemisch und einem ebenso mageren Durchzug, darf sich der weltweit erste Benzindirekteinspritzer mit Turboaufladung jederzeit einen leistungsfördernden Benzin-Luft- Cocktail in die Brennräume füllen.




