Lange nicht mehr Siebener gefahren, jetzt, immerhin vier Jahre nach Debüt, ein wenig Herzklopfen.
Es ist nicht wegen der neuen Schönheit, des nun weniger grimmigen Gesichts oder des nicht mehr ganz so aufgesetzt wirkenden Kofferraumdeckels.
Es ist wegen der Bedienung. Wird noch alles so sein wie früher, also da, wo man es nicht vermutet? Entwarnung, aber keine Entkrampfung. Sitzverstellung, Automatikwählhebel,Scheibenwischerhebel sitzen auch im renovierten Siebener an Stellen, wo man sie lieber nicht hätte, wo sie Nachdenken auslösen.
Der i-Drive-Knauf trägt ein schickes Lederkäppi, hinter dem sich seine vielen Mysterien verbergen. Aber die Senderwahl im Radio kann direkt am Gerät erfolgen, einfach, ein Genuss.
Jetzt muss man nur noch den Starterknopf suchen, wie in den frühen Fünfzigern beim VW Käfer. Was nun per Zeigefinger aktiviert wird, ist das jüngste bayerische Motorenwerk in Sachen Selbstzünder.
Ist es überhaupt ein Diesel? Man glaubt es kaum, nicht einmal im Leerlauf, unmittelbar nach dem Kaltstart. Von außen ist die Sache akustisch etwas deutlicher, doch das Interieur lässt nur ein sanftes Murmeln durch.
Acht Zylinder mit dem beachtlichen Volumen von 4,4 Litern haben ihre Arbeit aufgenommen, gefüttert von Common- Rail-Einspritzung und Piezo-Injektoren. Fast elf Liter Motoröl zirkulieren in dem langhubigen V8, dessen vier oben liegende Nockenwellen per Kette getrieben werden und dessen Kurbelgehäuse aus Aluminium besteht, was das Motorgewicht um 30 Kilogramm reduziert.
Auf verstärkende Inlays im Bauch der Maschine konnte verzichtet werden. Natürlich hat der Vierventiler einen Rußfilter, natürlich schafft er Euro 4.




