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BMW Alpina D3

Das kleine Nagel-Tier

Foto: Hans-Dieter Seufert 11 Bilder

Mit seinem hochgezüchteten Diesel-Vierzylinder wildert der BMW Alpina D3 ungeniert in Sechszylinder-Gefilden. Test des 200 PS starken Spar-Spaß-Modells aus dem Allgäu.

30.05.2006

Vierhundertzehn Newtonmeter ab 2000 Touren schieben das feine Auto an. Der D3 geht tierisch gut, seine Kraftentfaltung bei mittlerer und höherer Drehzahl setzt Maßstäbe. In nur 7,4 Sekunden spurtet der BMW Alpina D3 von null auf 100 km/h. Und auch danach geht es ungezügelt weiter, der Motor lässt sich willig drehen.

Doch seine Akustik kann nicht recht begeistern, denn er ist und bleibt ein Diesel: rau, unüberhörbar und stets präsent. Es fehlen die jubilierenden Trompetentöne, die sonst nicht unwesentlich zur Faszination von Sportlimousinen beitragen. Andererseits: Kaum zu glauben, dass nur ein Vierzylinder-Diesel mit zwei Liter Hubraum unter der Motorhaube sitzt. Mit 200 PS erreicht er ein Leistungsniveau, das bislang größeren Sechszylindern vorbehalten blieb. Derzeit ist der D3 das Einsteigermodell des Kleinserienherstellers aus dem Allgäu, preislich liegt er mit 35 900 Euro zwischen den von BMW angebotenen Selbstzündern 320d und 330d. Prinzipbedingt bleibt dem Motor aber kurz oberhalb der Leerlaufdrehzahl etwas die Puste weg: Beim Wechsel vom Saug- in den Turbobetrieb entsteht immer ein Loch, und sei es noch so klein.

Merklich schlechter als im 320d geht der von Alpina hochgekitzelte Zweiliter in diesem kritischen Bereich jedoch nicht. Dafür wurde viel Feinarbeit geleistet. Um einen Turbodiesel stärker zu machen, hätte man sich aufs Chiptuning beschränken können. Damit wäre zwar mehr Kraftstoff eingespritzt worden, die Luftmenge aber gleich geblieben – was für höheren Verbrauch und mehr Abgasemissionen gesorgt hätte.

Darum entwickelten die Motorentüftler von Alpina zusammen mit Garrett einen sehr speziellen Turbolader. Dank der Kombination aus drehfreudiger kleiner Turbine, großem Verdichter und dem großem Ladeluftkühler vom BMW 330d wird mehr Ansaugluft gefördert. Das Mehr an Kraftstoff ist natürlich auf den Eingriff in die Bosch-Motorelektronik zurückzuführen. Dazu kamen die größeren Magnetventil- Injektoren vom 330d, sonst blieb der Motor unverändert.

Vor- und Nachteile

Karosserie
  • –befriedigende Platzverhältnisse –solide Verarbeitung –steife Karosserie
  • –schlecht ablesbarer Tacho –am Felgenhorn leicht verkratzende Leichtmetall-Räder
Fahrkomfort
  • –guter Grundkomfort –Sitze mit genügend Seitenhalt
  • –Stuckern und Vibrationen bei Fahrbahnunebenheiten
Antrieb
  • –drehfreudiger Motor –große Kraftreserven –exakte Schaltung
  • –akustisch rauer Motor –keine Automatik lieferbar
Fahreigenschaften
  • –agiles Handling –präzise Lenkung –gute Traktion –guter Geradeauslauf –wenig Seitenneigung in Kurven
Sicherheit
  • –standfeste Bremsen –gute Sicherheitsausstattung –DSC mehrstufig
Umwelt
  • –Partikelfilter serienmäßig –geringer Verbrauch
Kosten
  • –fairer Anschaffungspreis –gute Serienausstattung

Fazit

Der D3 ist eine individuelle, preiswerte Alternative für BMW-Dieselfahrer. Den attraktiven Fahrleistungen und Verbrauchswerten stehen jedoch der raue Motoren und das straffe Fahrwerk gegenüber.

Technische Daten
Alpina D3
Grundpreis36.828 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4520 x 1817 x 1413 mm
KofferraumvolumenVDA460 L
Hubraum / Motor1995 cm³ / 4-Zylinder
Leistung147 kW / 200 PS (410 Nm)
Höchstgeschwindigkeit238 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h7,4 s
Verbrauch5,9 L/100 km
Testverbrauch8,3 L/100 km
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