BMW X3 18d: Neue Basismotorisierung des BMW X3 im Test

BMW X3 xDrive 18d

18d nennt BMW die neue Basismotorisierung für den X3. Der leistungsreduzierte Zweiliter-Diesel macht seinen Job überraschend gut. Der 143 PS-starke Vierzylinder hat zwar leichte Anfahrschwächen, besticht aber durch seinen günstigen Verbrauch.

Basis klingt immer so spaßfrei, so nach Verzicht und Sparbrötchen. Und nun präsentiert BMW den X3 mit neuer Minimal-Motorisierung. 143 PS sollen dem 18d reichen, um gut 1.800 Kilogramm markentypisch zu bewegen. Noch dazu einen SUV mit schwerem Allradantrieb und hoher Stirn mit hohem Luftwiderstand. Grund genug für die bange Frage, ob dieser BMW X3 eher eine Schlaftablette als ein Aufputschmittel ist.

Der Grundpreis für den BMW X3 18d beträgt 35.550 Euro

Zunächst ist er mal ein ganz typischer BMW, der mit 35.550 zwar 2.750 Euro weniger kostet als die 177-PS-Version BMW X3 20d, aber für diesen Preis mager ausgestattet wird. So kosten selbst ein Lederlenkrad mit 190 Euro oder die Automatikfunktion der Klimaanlage (550 Euro) extra. Wer in der Aufpreisliste nach Automatikgetriebe oder Standheizung forscht, wird enttäuscht, denn die ist für den Einstiegs-Diesel nicht einmal optional zu haben. Ansonsten gilt: Was es für den 20d gibt, lässt sich auch für den 18d ordern. Warum auch nicht, schließlich unterscheiden sich die Diesel weniger, als ihre Bezeichnungen vermuten lassen, denn beide schöpfen ihre Leistung aus längs eingebauten vier Zylindern mit zwei Liter Hubraum. BMW hat lediglich beim Schriftzug auf Downsizing gesetzt.

Der BMW X3 18d kommt nur schwer in Schwung

Dass zum 20d insgesamt 34 PS fehlen, wird vor allem beim Start spürbar. Leicht vibrierend und mit niedriger Drehzahl kommt der Vierzylinder kaum in Schwung, droht sogar abzusterben. Alternativ lässt sich mit schleifender Kupplung und höherer Tourenzahl agieren, aber auch das ist nicht optimal. Diese Schwäche wurde bereits dem bis 2007 angebotenen X3 2.0d angekreidet, der mit ähnlicher Leistung (150 PS) als drehunwillig galt. In diesem Punkt ist der Neue besser, denn er stürmt fröhlich durch sein Drehzahlband, wenn der Zeiger des Tourenzählers die 2.000er-Marke passiert hat. Theoretisch darf er 5.000/min drehen, doch ab 4.200/ min gibt es zwar mehr Geräusche - ohne ungebührlich laut zu werden - aber kaum mehr Vortrieb. Der Griff zum Schalthebel hilft etwas, denn die Sechsgangbox ist passend übersetzt und ermöglicht selbst in der letzten Stufe noch spürbares Beschleunigen.

Der Testverbrauch des BMW X3 18d liegt bei 8,2 Litern

Als 18d wirkt der X3 daher keineswegs untermotorisiert. Bei Landstraßen- und Autobahntouren fühlt er sich sogar durchaus kräftig an, der dringliche Wunsch nach mehr Leistung kommt allenfalls an längeren Steigungen auf. Dabei fällt es nicht schwer, den Diesel-Konsum unter die Zehn-Liter- Marke zu drücken. Am Testende pendelte sich der Durchschnittsverbrauch bei nur 8,2 L/100 km ein - 0,5 L/100 km oder 13 g/CO2 pro km weniger als beim stärkeren 20d. Mit Partikelfilter und Abgaseinstufung nach Euro 5 sind zudem beide fit für die Zukunft. Auch ein Sparbrötchen kann also durchaus schmackhaft sein, wenn es so knackig wie der BMW X3 aufgebacken wird.

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Christian Bangemann

Autor:

auto motor und sport, Heft 16 / 2009

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