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Breiten-Sport

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Der Felgentrend besagt: je größer, desto schöner. Vor diesem Hintergrund ist es gut zu wissen, welchen Einfluss die Felgengröße und -breite sowie die entsprechende Bereifung auf das Fahrverhalten hat. Das Testfahrzeug: ein mit Continental-Reifen bestücktes TechArt-Coupé mit Formula-Felgen in den Größen 18, 19 und 20 Zoll.

31.07.2007 Horst von Saurma Powered by

Mit der Erfindung des Rads ist vermutlich vieles in Bewegung geraten, was vielleicht besser an Ort und Stelle geblieben wäre. Aber wie dem auch sei: So logisch der Bewegungsablauf auch zu sein scheint – es sind durchaus noch ein paar Geheimnisse um dieses epochale Bauteil zu lüften. Etwa die Beantwortung der Frage, wie sich das Fahrverhalten eines Sportwagens abhängig von der Größe und Breite der Rad-/ Reifenkombination verändert.

sport auto hat zusammen mit dem Leonberger Porsche-Veredler TechArt und Reifenhersteller Continental bei einem zweitägigen Feldversuch im Contidrom bei Hannover untersucht, welche Vorteile sich aus größeren Rädern ziehen lassen.

Große Felgen sind deutlich schwerer

Zunächst einmal haben die großen Felgen einen nicht zu unterschätzenden Nachteil: Von sündteuren Ausnahmen aus dem Rennsport einmal abgesehen werden sie mit zunehmendem Durchmesser auch schwerer. Die einteilige Aluminiumfelge Formula von TechArt, im 18- Zoll-Format für die Hinterachse mit 12,4 Kilogramm noch angemessen leicht, bringt beispielsweise in der 19-Zoll-Variante schon 15,1 Kilogramm auf die Waage. Und das 20- Zoll-Rad gleichen Musters wiegt mit 16,5 Kilogramm noch einmal ein gutes Stück mehr.

1,3 Kilo Zusatzgewicht

Aber damit nicht genug. Der für das größte Felgenmaß neu konzipierte Conti-Reifen SportContact3 in der Größe 325/25 ZR 20 sattelt gewichtsmäßig noch zusätzlich drauf: Mit 14,2 Kilogramm ist er 1,3 Kilogramm schwerer als die „kleine“ 18-Zoll-Alternative in der Größe 265/40 ZR 18.

Der Abrollumfang bleibt nahezu gleich

Die nahe liegende Vermutung, die Abrollumfänge der Reifen würden mit zunehmendem Radurchmesser größer werden, erweist sich dabei als falsch. Zwischen dem 18- und dem 19-Zoll-Format ist gerade mal ein Unterschied von einem Zentimeter auszumachen. Zwischen 19 und 20 Zoll ist der Abrollumfang praktisch gleich. Folglich ändert sich auch an der Gesamtübersetzung nichts.

Die Elastizitätsmessung belegt die Unterschiede

Trotzdem ist der Einfluss der üppigeren Radgrößen auf die Fahrleistungen durch die erhöhten rotatorischen Massen nicht von der Hand zu weisen. Bei den Elastizitätsmessungen in den hohen Gängen von 80 auf 180 km/h wurden mit identischem Auto und unter exakt gleichen Bedingungen Zeitunterschiede von bis zu 1,2 Sekunden ermittelt.

Kein Wunder: Geht doch der komplette 20-Zoll-Radsatz mit insgesamt 110 Kilogramm in die Gewichtsbilanz ein. Der 18- Zoll-Radsatz von TechArt schlägt mit 91,4 Kilogramm zu Buche.

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