Citroën DS4 THP 200 im Test: Kompakter mit ordentlich Dampf

Citroen DS4 THP200, Heck, Rückansicht

Der aufgeladene 200-PS-Benziner Citroën DS4 THP 200 ist alles andere als ein Langweiler. Das und weitere Details zeigt der Test.

Auf den ersten Blick ist der Citroën DS4 THP 200 ein entspannter Begleiter. Der Fahrer thront leicht erhöht über dem Verkehrsgeschehen, die perforierten Sportledersitze (aufpreispflichtig) bieten reichlich Reisekomfort bei gutem Seitenhalt, und das griffige Lederlenkrad samt Chrom-Verzierungen versprüht sportliche Eleganz – wie auch der Rest des gut verarbeiteten Innenraums des Citroën DS4.

Doch kaum startet der Motor des Citroën DS4, weicht die anfängliche Entspannung. Der 200 PS starke 1,6-Liter-Turbobenziner, unter anderem bekannt aus dem Citroen DS3 Racing, dreht motiviert in den Begrenzer und liefert dabei kraftvollen Vortrieb. Begleitet wird die Vorstellung von einem sportlich-röhrenden Motorenklang, der durch eine spezielle Akustik-Leitung ins Fahrzeuginnere gelangt.

Künstlicher Klangverstärker kann auf die Nerven gehen

Leider wurde im Citroën DS4 der Schalter zum Deaktivieren des künstlichen Klangverstärkers vergessen. Was beim zügigen Kurventreiben unterhaltsam ist, wird auf längeren Strecken in Verbindung mit der hektischen Gasannahme des Motors etwas anstrengend.
 
Abhilfe schafft eine niedertourige und konstante Fahrweise – dann überzeugt der Citroën DS4 mit nervenschonender Laufruhe und einem Verbrauch von knapp sieben Liter/100 km. Das im Vergleich zum Citroen C4 gestraffte Fahrwerk und die direktere Lenkung verhelfen dem Citroën DS4 zu agilem Handling und sauberer Straßenlage.
 
Beim Fahren und Rangieren hingegen fällt auf: Die C-Säule des Citroën DS4 steht breit im Blickfeld und erschwert die Sicht auf Fahrzeuge im toten Winkel. In ihr verstecken sich auch die Türgriffe zu den hinteren Sitzplätzen, die im Vergleich zu den vorderen weniger gastfreundlich sind: Die abfallende Coupé-Linie des Citroën DS4 kostet Kopffreiheit, die hinteren Fenster lassen sich nicht öffnen, und die Beinfreiheit fällt gering aus.
 
Gut, dass die Lendenwirbel-Massagefunktion, das Hören der eigenen Musik-Playlist via Bluetooth beziehungsweise der USB-Anschluss oder der Blick durch die Panorama-Windschutzscheibe zum Entspannen einladen.

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Alexander Blome

Autor:

auto motor und sport, Heft 15 / 2011

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