Lacetti, mit herzhaftem italienischem tsch, und nicht etwa Lazetti oder gar Laketti, will der neue Kompakte unter der Flagge von Daewoo genannt werden. Der koreanische Hersteller hat für die Namensgebung tief in die kosmopolitische Trickkiste gegriffen und das lateinische Wort lacertus, der Kraftvolle, als Anleihe ausgegraben. Die Leistung des bis 2006 ausschließlich als Benziner erhältlichen Lacetti hält sich aber auch bei der Topmotorisierung 1.8 CDX mit 122 PS im Rahmen. In zügigen 9,5 Sekunden soll der vom italienischen Star- Designer Giugiaro gezeichnete Golf-Konkurrent damit von null auf 100 km/h spurten.
Bei den Beschleunigungsmessungen fehlt dem Vierzylindermodell jedoch über eine halbe Sekunde zur Werksangabe. Damit wirkt der mit 4,29 Meter für seine Klasse sehr lange Daewoo zwar wahrhaft nicht schlapp, aber etwas mehr asiatische Schärfe täte dem Triebwerk gut. Außerdem weckt das beständige Dröhnen bei schneller Autobahnfahrt Erinnerungen an einen lauten Fischmarkt in Seoul.
Daewoo Lacetti 1.8: In Kraft gesetzt
Mit dem Kraft versprechenden Kompaktwagen setzt die koreanische GM-Tochter auf preissensible Kunden.
Autor: Alexander Bloch



