Hyundai Santa Fe: Aufstiegs-Runde

Groß wie der VW Touareg, aber viel günstiger: Mit dem neuen, rundlich geformten Santa Fe will Hyundai in die Oberliga. Aber ist der Koreaner wirklich fit dafür? Und wie passt sein neuer 150-PS-Diesel zum ambitionierten Auftritt?

Weg vom schrulligen Korea-Design, raus aus der Billigecke – und mitten hinein ins profitable Geschäft der großen SUV. Hier soll Hyundais neues Riesen-Baby neue Kunden ködern. Dass manche Karosseriedetails an VW Touareg, Porsche Cayenne oder BMW X5 erinnern, ist natürlich kein Zufall.

Wobei es weniger um den Geländeeinsatz als um den komfortablen Straßenbetrieb geht. Wirklich sportliche Ambitionen hat der Neue nicht. Ihn allen Ernstes als „Sportsroader“ zu vermarkten ist Etikettenschwindel. Gegenüber dem Vorgänger hat der Hyundai Santa Fe in allen Dimensionen zugelegt. Dank vergrößertem Radstand finden nun vier bis fünf Insassen bequem Platz. Die weichen, Sofa-ähnlichen Vordersitze bieten jedoch kaum Seitenhalt. Bedauerlich auch, dass die hinteren Kopfstützen zu kurz geraten sind.

Gut: Die Lehne der geteilten Rückbank lässt sich mehrstufig justieren. Optional gibt es ein „Sitzpaket“ mit zwei versenkbaren Einzelsesseln (1490 Euro) ganz hinten – kein anderer SUV dieser Größenklasse bietet so etwas. Diese Sitze offerieren überraschend viel Lebensraum für Mitfahrer bis 1,75 Meter Größe – weil der Fußraum ähnlich wie in der kurzen Mercedes R-Klasse relativ tief liegt. Der Zugang zu den Notsitzen gestaltet sich aber überaus beschwerlich.

Der Laderaum hinter den fünf Standard-Sitzen ist groß (528 Liter) und bei umgelegter zweiter Sitzreihe geradezu üppig (1570 Liter). Lobenswert: der solide Griff an der hoch aufschwingenden Heckklappe. Er erleichtert das Zuziehen und schützt vor schmutzigen Fingern.

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Eberhard Kittler

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