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Infiniti Q30 1.5d im Test

Kompakt-SUV mit kleinem Diesel und Mercedes-Genen

Infiniti Q30 1.5 d, Frontansicht Foto: Rossen Gargolov 11 Bilder

Jetzt gibt es den kompakten SUV Infiniti Q30 als 1.5 d auch mit einem kleineren Dieselmotor. Reichen 109 PS für den schweren Wagen? Wir haben es getestet.

29.06.2017 Joachim Deleker 1 Kommentar

Designkonventionen über Bord werfen – genau das ist bei Infiniti das Leitmotiv, auch beim kompakten Q30. Auf den SUV-typischen stämmig-breiten Karosseriekörper hat Nissans Edeltochter ein flaches Coupédach modelliert. Mit den üblichen Nachteilen wie knappem Fondraum sowie miserabler Sicht nach hinten und zur Seite, weil sich hinter den breiten B-Säulen sogar ein Motorrad verstecken kann.

Infiniti Q30 1.5 d, Frontansicht Foto: Rossen Gargolov
Auch mit dem kleinen Diesel ist der Q30 ein GLA in extravagantem Kleid.

Abgesehen davon ist der Q30 ein hochwertiges, bestens verarbeitetes Auto geworden. Vor allem die edlen Materialien der Premium-Ausstattung passen zum Anspruch dieses über 35.000 Euro teuren Testwagens. Gilt das auch für den kleineren Dieselmotor mit 109 PS?

Reicht der kleine Diesel im kompakten SUV?

260 Newtonmeter klingen zunächst vielversprechend, doch wenn die auf 1,5 Tonnen Leergewicht treffen, bleibt das Temperament auf der Strecke. Wer mehr erwartet, sollte den stärkeren Selbstzünder in Betracht ziehen. Trotzdem kann man sich mit dem 1,5-Liter-Diesel anfreunden, denn er läuft erfreulich leise, und die Schaltstrategie des Doppelkupplungsgetriebes schüttet das Turboloch im Drehzahlkeller zu.

Sofern der Q30 gefühlvoll und konstant bis maximal Tempo 120 bewegt wird, begnügt er sich mit etwa fünf Litern pro 100 km. Soll es schneller vorangehen, wird der Motor allerdings durstig – Tribut an das hohe Gewicht, den Luftwiderstand und die breiten 235er-Reifen.

Bequemer Reisewagen

Infiniti Q30 1.5 d, Motor Foto: Rossen Gargolov
Das hohe Gewicht macht sich bei den Fahrleistungen bemerkbar. Dafür ist der kleine Diesel leise, was ihn zum bequemen Reisewagen macht.

Die Stärke des Q30 ist entspanntes und gleichmäßiges Gleiten mit eingeschaltetem Tempomat, gerne stundenlang, denn die guten Sitze machen das mit. Überholmanöver erfordern allerdings etwas Geduld und Runterschalten. Mehr Freude bereiten das langhubige und komfortable Fahrwerk sowie die gefühlvolle und direkte Lenkung, speziell wenn die Straße schlechter und kurviger wird. Bei Dunkelheit sind die optionalen Voll-LED-Scheinwerfer (im Paket City-Black für 3.110 Euro) ein echter Lichtblick, denn sie strahlen hell, weit und gleichmäßig.

Die Bedienung ist nach etwas Gewöhnung logisch und einfach, wie man es vom Technikspender Mercedes GLA gewohnt ist. Allradantrieb gibt es in Kombination mit dem kleinen Diesel übrigens nicht, er bleibt der stärkeren Variante vorbehalten.

Vor- und Nachteile

  • Individueller Auftritt,
  • komfortables Fahrwerk,
  • tolles LED-Licht,
  • tadellose Verarbeitung und Qualität
  • Unübersichtliche Karosserie,
  • DCT ruckelt im kalten Zustand,
  • hohes Gewicht,
  • mäßiger Durchzug
Technische Daten
Infiniti Q30 1.5d Premium
Grundpreis31.890 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe4425 x 1805 x 1495 mm
KofferraumvolumenVDA430 bis 1228 l
Hubraum / Motor1461 cm³ / 4-Zylinder
Leistung80 kW / 109 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit190 km/h
0-100 km/h12,3 s
Verbrauch4,3 l/100 km
Testverbrauch6,4 l/100 km
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    Neuester Kommentar

    ach, endlich mal was neues zum thema "coupé", hatte die satirekolumne fast vermisst.
    also, jetzt ist sogar eine dicke, sichtbehindernde B-säule üblich für ein coupédach...
    aber wahrscheinlich nur bei mindestens viertürige steilheck-kurzkombicoupé-nichtganzSUVs, oder?
    denn eigentlich ist es bei coupés eher üblich, dass die B-säule so weit hinten sitz, dass sie gar nicht im blickfeld sein kann.
    ...ausser fürs kind, das eventuell hinten platz findet, und tatsächlich, manche berichte und aussagen scheinen echt da her zu kommen...

    ...und was sagt man z.b. über Mercedes jetzt?
    es ist skandalös, verklagen, boykottieren sollte man sie!
    sie verkaufen doch seit jahrzehnte autos sogar ganz ohne B-säule (!!! dürfen sie das, haben sie erst bei der AMS gefragt?), und behaupten ganz dreist es seien coupés, echt unverschämt!
    gut, das wenigstens die fachpresse sich von solchem schwindel nicht beirren lässt, wo kommen wir sonst?
    es ist schon die rede von "zweitürige coupés", was kommt noch, ein auto mit vier räder?
    ...schon der gedanke daran macht mir angst...

    apropo fachpresse, ich frage mich immer öfter ob es wirklich zufall ist, das die wörter "fach" und "fake" sich so ähneln, in manche fälle kann man sie doch schon als synonyme verwenden.

    naja... 30. Juni 2017, 03:35 Uhr
    Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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