Kia Cee'd: Kompakter Kia-Kracher

Selbstbewusst strebt die koreanische Marke nach weltweiter Präsenz. Der Cee’d soll diesen Anspruch in der umkämpften Kompaktklasse mit Nachdruck unterstreichen.

Das Spiel wird dort gewonnen, wo es richtig weh tut. Im Mannschaftssport ist das ein alter, bewährter Leitsatz, den Generationen von Trainern als Erfolgsrezept predigen. Auch die Trainer beim koreanischen Autobauer Kia kannten die Formel längst, als sie die Umrisse ihres neuen Kompaktautos entwarfen.

Denn der Cee’d zielt genau in die Höhle des Löwen: in Europas populäre Kompaktklasse, in der sich neben dem Platzhirsch VW Golf jede Menge potenter Konkurrenten wie Audi A3, Opel Astra, Peugeot 307, Renault Mégane und neuerdings Toyota Auris tummeln. Eine harte Nuss also in einem Segment, wo Experten hierzulande mittelfristig ohnehin kaum Wachstums- Chancen sehen.

Umso nachdrücklicher betont Kia die europäischen Gene des Cee’d: entworfen im Rüsselsheimer Forschungsund Entwicklungszentrum, gebaut im slowakischen Werk Zilina. Noch im Jahr 2007 sollen 100 000 Autos in der alten Welt unter das Volk gebracht werden. Die Voraussetzungen dafür sind zumindest weit besser als mit dem Vorgänger Cerato.

Ein sachlich-eleganter Design-Auftritt zielt auf Konsensfähigkeit. Nur mit dem Mini-Dreiecksfenster in der breit auslaufenden C-Säule des Viertürers erlauben sich die Designer einen kecken Ausflug. Auch der Innenraum des Kia präsentiert sich in der gehobenen EX-Ausstattung des Testwagens ohne jeglichen Schnickschnack in wohltuender Sachlichkeit.

Um dem vorherrschenden Grau-in-Grau einen Schuss Wohnlichkeit einzuhauchen, sind große Flächen in fingerfreundlicher „Soft- Touch“-Haptik gehalten. Als zentrales Bedienelement ragt die in Metalloptik gefasste Mittelkonsole aus der Armaturentafel. Die wichtigsten Informationen liefern drei Rundinstrumente, die in dezentem Rot hinterleuchtet im zentralen Blickfeld des Fahrers liegen.

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Klaus-Ulrich Blumenstock

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