Das Staufach hinter den Sitzen fasst 90 Liter, die maximale Zuladung beträgt 183 Kilogramm. Wer sich darüber auch nur eine Sekunde lang Gedanken macht, sollte tunlichst die Finger vom Toyota MR-2 lassen. Denn nicht Alltagstauglichkeit, sondern Fahrspaß wird beim neuen Japan-Roadster groß geschrieben. Das geringe Fahrzeuggewicht (mit vollem Tank wiegt der MR-2 gerade mal 1042 Kilogramm) bietet dafür ebenso eine gute Voraussetzung wie das Mittelmotorkonzept, das schon der ersten Generation des MR-2 vor 16 Jahren seinen Namen gab. MR meint den Motor, der zwischen den Sitzen und der Hinterachse platziert ist (Mid-Ship) und die Hinterräder antreibt (Rear-Drive), die Ziffer 2 steht für Zweisitzer.
Für die vordere Radaufhängung greift Toyota auf eine McPherson-Konstruktion mit L-förmigem unterem Querlenker zurück. Hinten übernimmt eine aufwendige Mehrlenker-Aufhängung mit Federbeinen die Radführung. Stabilisatoren an beiden Achsen verhindern große Wankbewegungen des Aufbaus. Zusammen mit der sehr direkt ansprechenden Lenkung bietet der MR-2 ein kartähnliches Fahrverhalten mit allen Vor- und Nachteilen. Besonders wohl fühlt sich der agile Zweisitzer auf kurvigen Landsträßchen. Die von Antriebsaufgaben befreiten Vorderräder setzen Lenkbefehle extrem spontan um. Den hoch liegenden Grenzbereich kündigt der MR-2 durch Schieben über die Vorderräder an, wobei er sich selbst abbremst. Wer in dieser Situation aber kräftig Gas gibt oder abrupt das Gaspedal lupft, provoziert ein Ausbrechen des Hecks etwas Vorsicht ist bei flotter Fahrweise also geboten. Gut zum sportlichen Charakter des MR-2 passen auch die Bremsen, die nicht nur vorn, sondern auch hinten innenbelüftet sind. Verzögerungswerte von durchweg über zehn m/s2 und die sehr gute Standfestigkeit werden hohen Ansprüchen gerecht.
Als Antriebsquelle dient dem MR-2 der aus dem Toyota Celica bekannte 1,8-Liter-Vierzylinder mit variabler Ventilsteuerung. Im Roadster leistet das Aggregat 140 PS, sein maximales Drehmoment von 170 Nm erreicht es bei 4400/min. Mit dem MR-2 hat dieses Triebwerk leichtes Spiel. In nur 7,7 Sekunden beschleunigt der Roadster auf 100 km/h ein Spitzenwert in dieser Leistungsklasse.
Großen Anteil am Fahrspaß hat auch das exakt und auf kurzen Wegen zu schaltende Fünfganggetriebe. Und natürlich bietet der Zweisitzer auch jede Menge Frischluft-Vergnügen. Der Fahrer sitzt weit genug von der schräg stehenden Windschutzscheibe weg, um sich den Fahrtwind um die Nase wehen zu lassen, und bei Bedarf erfüllt ein klappbares Mini-Windschott seinen Zweck, ohne unangenehm aufzufallen.



