Die morgendliche Stille hat ein jähes Ende, wenn das in feuerrotem Rosso Mondiale lackierte Coupé mit dem alles verschlingenden Riesenmaul in die Siedlung einbiegt. Selbst bei schüchternem Minimaltempo röhrt und brazzelt er, als käme er eben von der Rennstrecke. Ein ganzes Heer von Akustikern dürfte daran gearbeitet haben, diesen Klangteppich zu weben. Dabei ist der Maserati doch nur ein klassischer Gran Turismo - also ein Reisewagen für die Langstrecke - und kein Sportwagen im engsten Sinne.
Neuer 4,7-Liter-V8 mit 440 PS
Tatsächlich nutzt das Coupé die gekürzte Plattform der Quattroporte Limousine, und auch die Technik hat ihre erste Bewährungsprobe im limitierten Alfa Romeo 8C bestanden. Neu gegenüber dem im Herbst 2007 präsentierten GT mit 4,2-Liter-Motor sind beim S-Modell vor allem Triebwerk und Kraftübertragung via Cambiocorsa-Getriebe. Der neue V8 hat 4,7 Liter Hubraum, leistet 440 statt 405 PS und bringt 30 Nm mehr Drehmoment als der GT.
Der GT S verfügt als derzeit einziger Maserati über das automatisierte Sechsganggetriebe mit sequenzieller Schaltung, wie es beim Quattroporte mittlerweile zugunsten einer Wandler-Automatik entfallen ist. Im GT bekommt man diese ebenfalls, während im GT S die sportive Schaltbox aus dem Ferrari-Baukasten in Transaxle-Bauart an die Hinterachse verpflanzt wurde. Über fest stehende Paddel am Lenkrad bedient, agiert sie weit besser, als dies bei vergleichbaren Autos der Fall ist.
Schaltzeiten auf Ferrari-Niveau
Die extrem kurzen Schaltzeiten liegen auf dem Niveau des Ferrari 599 GTB Fiorano, ohne dass die Gänge unangenehm ruppig gewechselt werden. Auch das Einrasten der R-Stufe über einen Druckschalter geschieht blitzschnell. Und beim Stopp an der Ampel springt das Getriebe nicht unvermittelt in die Neutralstellung wie etwa bei Lamborghini.






