Mazda 5 2.0 MZR DISI im Test: Kompaktvan neu interpretiert

Mazda 5 2.0 DISI

Mazda hat den Kompaktvan Mazda 5 frisch gemacht. Das Design ist komplett neu, die Technik wurde dagegen nur stark überarbeitet. Mit dem 150 PS starken Benziner stellt sich der japanische Familienvan dem Test.

Beliebt, weil praktisch war der Mazda 5 schon bisher, brachte er doch 2005 die hinteren Schiebetüren in die Van-Klasse von Renault Scénic und Opel Zafira. Die neue Generation auf der bisherigen Plattform setzt nun noch einen drauf und lässt sie ab der Ausstattung Sports-Line serienmäßig elektrisch öffnen und schließen.

Gut nutzbarer Kofferraum, variabler Innenraum

Obwohl der Mazda 5 seine Frontscheibe sehr flach in den Wind hält, bietet er viel Platz im Inneren. Fünf Personen samt Urlaubsgepäck? Gar kein Problem. Auf Wunsch gibt es sogar sieben Plätze. Vor allem Kinder werden die zusätzlichen Sitzgelegenheiten nutzen – für Erwachsene ist das Klettern in die letzte Reihe zu anstrengend.

Was bei siebenfacher Aufstuhlung im Mazda 5 an Kofferraum-Volumen bleibt (112 Liter), taugt natürlich nicht mehr fürs Verreisen. Für Transportaufgaben lässt sich der Laderaum im Test allerdings variabel gestalten. Die Sitze falten sich zusammen, und es entsteht ein ebener Ladeboden sowie ein Raum von bis zu 1.597 Liter Volumen – gemessen an anderen Vans ist das nicht viel, aber dank niedriger Ladekante und zweistufig aufschwingender Heckklappe lässt sich die Kapazität gut nutzen.

Mehr Komfort, aber weiter kurvenwillig

Beim Fahrwerk hat Mazda das beim Vorgänger bemängelte Poltern reduziert, damit den Federungskomfort verbessert und in diesem Zuge auch die Längslenker an der Hinterachse geändert. Geblieben ist die Kurvenwilligkeit des Mazda 5-Vans, verloren hat er seinen Ansatz zur Hektik.

Feinschliff erhielt auch der Vierzylinder des Mazda 5; er läuft im Test nun ruhiger und leistet fünf PS mehr. Beim Temperament macht sich das nicht bemerkbar: Der Zweiliter-Benziner mit 150 PS verlangt nach hohen Drehzahlen, wenn es vorwärtsgehen soll. Immerhin macht das dabei nötige Schalten mit dem präzisen Sechsgang-Getriebe im Mazda 5 Freude.

Wegweisendes wie ehedem die Schiebetüren hat die neue Generation des dynamischen Vans also nicht zu bieten, sie präsentiert sich dafür optisch außergewöhnlich. Bleibt abzuwarten, ob sich die gewagte Mazda 5-Seitenlinie in der Familien-Klasse durchsetzen wird.

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Marcus Peters

Autor:

auto motor und sport, Heft 26 / 2010

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