Mazda Premacy im Test: Grauer Star

Mit dem unauffällig gestylten Mazda Premacy bekommt das boomende Segment der Kompaktvans wieder Verstärkung.

Das Kreativpotential der Mazda-Stylisten scheint sich mit dem MX-5 ein für allemal erschöpft zu haben. Nach dem nicht nur formal überaus gelungenen Roadster folgt ein Modell nach dem anderen mit dem unscheinbaren Äußeren von Arbeitsanzügen, wie sie Facharbeiter in Fabriken tragen.

Dieser Trend setzt sich auch beim Kompaktvan Premacy konsequent fort: Die Neuentwicklung bringt ein so unauffälliges Design mit, daß sie vielen Kaufinteressenten kaum auffallen wird. Dabei hat der Fünfsitzer, der in den Abmessungen zwar dem 323 ähnelt, das Fahrwerk aber vom 626 Kombi übernommen hat, durchaus Augenmerk verdient. Schließlich ist hier auf einer Länge von knapp 4,30 Metern ein variables Auto entstanden, das einem Renault Scénic ernsthaft Konkurrenz machen kann.

Ein Opel Zafira ist dem neuen Mazda dagegen zumindest im Hinblick auf das Raumkonzept überlegen, weil er bei vergleichbaren Abmessungen Platz für sieben Personen bietet. Immerhin erweist sich der Premacy als familienfreundliche Kombi-Alternative. Mitreisende Kinder beispielsweise erfreuen sich an der erhöhten Sitzposition und dem guten Ausblick durch die großen Fensterflächen. Dem Fahrer fehlt es allerdings an Übersicht nach vorne – Folge des konzeptionsbedingten großen Van-Vorbaus und der flach abfallenden Motorhaube.

Das Raumangebot im Innern ist gut, solange nur vier Passagiere an Bord sind, weil viel Kopf- und Beinfreiheit vorhanden ist. Bei drei Personen nebeneinander ist es im Fond wie bei allen Autos dieser Größenordnung allerdings sehr eng.

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